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Teures Tanken: Deutsche Frachtwirtschaft ächzt

LKW-Stau in Hamburger Hafen
LKW-Stau in Hamburger Hafen Copyright Martin Meissner/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
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Von euronews
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Im Durchschnitt kostet der Liter Diesel in Deutschland fast 57 Cent mehr als noch vor rund zwei Wochen. Fuhrunternehmen stehen vor dem Konkurs.

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Die steigenden Treibstoffpreise als eine Folge des Krieges in der Ukraine werden für die Frachtbranche zusehends zur Überlebensfrage. In Deutschland spricht der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) von einem „fundamentalen Belastungsfaktor für den deutschen Mittelstand und die deutsche Verkehrswirtschaft."

„Riesiges Problem für unsere Mittelständler"

Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, erläutert: „So extrem, wie die Situation im Moment war, ist sie noch nie gewesen für das mittelständische deutsche Transportgewerbe. Die extremen Anstiege der Kraftstoffpreise wirken als riesiges Problem für unsere Mittelständler. Sie können diese Preise nicht schnell genug weitergeben und sind so akut von der Insolvenz bedroht.“

Der Krieg in der Ukraine hat im europäischen Frachtverkehr ebenfalls eine Kettenreaktion auf der Beschäftigungsebene ausgelöst, erklärt Thomas Uhrig von der Spedition Bork GmbH & Co. KG aus der Nähe von Gießen in Hessen.

„Wir haben ja circa 240 polnische Fahrer. In Polen arbeiten die ukrainischen Fahrer. Die müssen zurück in ihr Heimatland: Entweder werden sie zum Wehrdienst eingezogen oder wollen natürlich ihr Haus und Hof sichern. So, und dadurch werden Arbeitsplätze in Polen wieder gesucht, also Fahrermangel ist dann in Polen. Und dann tut sich schon ein polnischer Fahrer überlegen, ob er dann nicht in sein Heimatland geht und da dann seinen Job verrichtet“, so Uhrig.

Seit Anfang März sind die Preise für Benzin und Diesel in Deutschland um bis zu 32 Prozent gestiegen. Besonders das Diesel-Tanken ist deutlich teurer geworden: Im Durchschnitt kostet der Liter fast 57 Cent mehr als noch vor rund zwei Wochen.

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