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Kreml-Sprecher Peskow: "Natürlich wird Russland nichts mit Verlust verkaufen"

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Von Euronews  mit TASS, AP
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2015 wurde der Bau der Pipeline "Power of Siberia", in Heihe in der nordostchinesischen Provinz Heilongjiang begonnen
2015 wurde der Bau der Pipeline "Power of Siberia", in Heihe in der nordostchinesischen Provinz Heilongjiang begonnen   -   Copyright  AP/Chinatopix

Russland werde mit dem Verkaufs seines Öls kein Verlustgeschäft machen - das erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gegenüber der russischen Nachrichtenagentur TASS als Reaktion auf eine Erklärung von US-Präsident Joe Biden, wonach der Westen erwäge, weiterhin russische Rohstoffe zu kaufen, allerdings unter dem Marktpreis.

"Es wird alles vom Markt reguliert, trotz der künstlichen Schwierigkeiten, die durch Sanktionen provoziert werden. Natürlich wird Russland nichts mit Verlust verkaufen. Wenn irgendwo die Nachfrage sinkt, steigt sie woanders, die Verlagerung von Handelsströmen und die Suche nach den günstigsten Bedingungen werden stattfinden", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Zuvor hatte US-Präsident Joe Biden erklärt, dass die EU-Länder darüber diskutierten, russisches Öl "zu einem festgesetzten Preis" - unter dem Marktwert - zu kaufen. Die USA hatten zuletzt Sanktionen gegen die große russische Sberbank und die von russischen Oligarchen gegründete Alfa-Bank verhängt. Nach Angaben des Weißen Hauses hält erstere fast ein Drittel der Vermögenswerte des russischen Bankensektors und ist für die russische Wirtschaft systemrelevant. Die Alfa Bank ist Russlands größtes Finanzinstitut in Privatbesitz.

Biden kündigte zudem an, in dieser Woche mit den G7-Staaten über weitere mögliche Strafmaßnahmen gegen Russland zu sprechen.

An diesem Donnerstag hatten die 27 EU-Staaten ein sechstes Sanktionspaket gegen Russland mit Einschränkungen gebilligt. Es beinhaltet ein teilweises Embargo für russische Ölimporte, das in sechs Monaten in Kraft tritt, in acht Monaten soll der Import von Öl-Produkten eingestellt werden.