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Luftraumsperrung über der Schweiz: Flugsicherung schließt Cyberangriff aus

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Von euronews
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Der Zürcher Flughafen am Mittwochmorgen
Der Zürcher Flughafen am Mittwochmorgen   -   Copyright  Ennio Leanza/' KEYSTONE / ENNIO LEANZA

In der Schweiz müssen Passagier:innen nach der Wiederaufnahme des Flugbetriebs weiter mit Beeinträchtigungen rechnen. Fluggesellschaften und die Flughäfen in Genf und Zürich raten den Reisenden, sich über den Status ihres Fluges zu informieren. 

Wegen einer beispiellosen Hardware-Panne bei der Schweizer Flugsicherung war der Luftraum über den Land am Morgen gesperrt. Starts und Landungen konnten nicht stattfinden, auch Überflüge waren verboten. Tausende Reisende strandeten, weil ankommende Flüge in Nachbarländer umgeleitet wurden, oder weil sie an den Flughäfen Genf und Zürich zunächst vergeblich auf ihren Abflug warteten. 

Es ist sehr schwierig, jemanden zu finden, der uns einigermaßen konkrete Informationen geben könnte.
Passagier am Flughafen Genf

Allein die Lufthansa-Tochter Swiss musste 70 Flüge streichen. Bei den Reisenden am Flughafen Genf sorgte das für Frust: 

"Wenn man kein Computer-Vollprofi ist, was ich mit 76 Jahren nicht bin, ist es absolut unerträglich", so ein Passagier, dessen Flug nach Berlin gestrichen wurde. "Es ist sehr schwierig, jemanden zu finden, der uns einigermaßen konkrete Informationen geben könnte."

"Wir wollten über Madrid nach Bogota fliegen", so eine junge Frau. "Alle Flüge von Genf nach Madrid wurden gestrichen. Man hat uns gesagt, dass es keine Anschlussflüge gibt, dass alle Flüge voll sind, man wollte uns nicht auf andere Flüge umbuchen. Ich musste eine halbe Stunde lang verhandeln, bis man mir gesagt hat, dass ich morgen wieder kommen soll."

"Zum Glück hat meine Kusine morgens die Nachrichten gehört und uns auf dem Weg zum Flughafen angerufen, um uns zu sagen, dass alle Flüge gestrichen sind", so eine Frau, deren Flug nach Lille gestrichen wurde. "Von Easyjet haben wir keinerlei Benachrichtigung, gar nichts bekommen."

Schließung aus Sicherheitsgründen

Die Flugsicherung Skyguide äußerte ihr Bedauern und schloss einen Cyberangriff aus. 

Grund für den Ausfall war eine defekte Netzwerkkomponente, so ein Sprecher der Flugsicherung. Der Luftraum sei aus Sicherheitsgründen geschlossen worden, weil die Fluglots:innen die Maschinen nicht mehr auf dem Radar sehen konnten.