Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

G7 versprechen Konsequenzen wegen "Kriegsverbrechen" Russlands nach Angriff auf Einkaufszentrum

Access to the comments Kommentare
Von Julika Herzog  mit dpa, AP, AFP
euronews_icons_loading
G7-Gipfelteilnehmer im bayrischen Elmau
G7-Gipfelteilnehmer im bayrischen Elmau   -   Copyright  AP Photo

Die G7-Staaten haben der Ukraine weitere militärische, finanzielle, humanitäre und diplomatische Unterstützung gegen Russland zugesichert und neue Sanktionen gegen Moskau angekündigt.

"Wir werden weiterhin finanzielle, humanitäre, militärische und diplomatische Unterstützung leisten und stehen an der Seite der Ukraine so lange wie nötig", hieß es in einem Statement der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte beim Gipfel im bayerischen Elmau.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj war per Video zu einer Arbeitssitzung des G7-Gipfels im bayrischen Elmau zugeschaltet. Kaum war die Absichtserklärung überbracht, bestürzten die Bilder vom verheerenden Einschlag einer Rakete in einem Einkaufszentrum in der Zentralukraine.

Der Angriff wurde international scharf verurteilt. So sprachen die Teilnehmer des G7-Gipfels von einem Kriegsverbrechen und drohten Kremlchef Wladimir Putin mit Konsequenzen.

So sprachen die Teilnehmer des G7-Gipfels im bayerischen Elmau in ihrer Erklärung von Kriegsverbrechen und drohten Kremlchef Wladimir Putin mit Konsequenzen.

Der britische Premierminister Boris Johnson verurteilte die "Grausamkeit und Barbarei von Wladimir Putin". 

G7-Gastgeber, der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, sagte es gebe im Verhältnis zu Russland kein Zurück in die Zeit vor dem Krieg:

"Wir alle haben versichert, dass wir die Ukraine weiterhin bei ihrer Verteidigung gegen Russland unterstützen werden. Klar ist, dass dieser Krieg ein tiefer, tiefer Einschnitt in die internationalen Beziehungen ist. Ich habe dies früh sehr bewusst als Zeitenwende bezeichnet, was mit Russlands Angriff auf die Ukraine verbunden ist. Alle Regeln, alle Vereinbarungen, die wir miteinander getroffen haben über die Art und Weise der Zusammenarbeit der Staaten sind damit gebrochen worden. Vor allem die Verständigung, dass Grenzen nicht mit Gewalt verschoben werden sollten."

In dem Einkaufszentrum in Krementschuk sollen sich laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mehr als tausend Zivilisten aufgehalten haben- als die russische Rakete einschlug.

Wieviele Opfer der Angriff forderte ist noch unklar- mindestens 16 Menschen wurden getötet, Dutzende schwer verletzt, viele werden noch vermisst.