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Affenpocken-Notstand in Kalifornien: 6.300 Fälle in den USA, lange Schlangen fürs Impfen

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Von Euronews  mit Efe, AFP, AP
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Schlangestehen für die Impfung gegen Affenpocken in San Francisco
Schlangestehen für die Impfung gegen Affenpocken in San Francisco   -   Copyright  AP Photo

Nach den US-Bundesstaaten New York und Illinois hat auch Kalifornien den Notstand wegen der steigenden Zahl von Patienten mit Affenpocken ausgerufen. Durch den Notstand sollen Impfungen besser organisiert werden. Inzwischen sind in den USA mehr als 6.300 Fälle von Affenpocken registriert worden, in New York mehr als 1.600.

In San Francisco stehen viele stundenlang Schlange um sich impfen zu lassen.

Ein Mann, der sich um 7 Uhr 30 eingereiht hatte, wartet schon seit mehr als drei Stunden.

Peter Tran, ein junger Mann, der in San Francisco lebt, erklärt, warum er sich impfen lässt: "Die Wissenschaft zeigt, dass der Impfstoff den Schutz erheblich verbessert. Darum lasse ich mich impfen. Und ehrlich gesagt möchte ich die Läsionen an meinem Körper nicht haben. Ich habe gehört, dass es schmerzhaft ist und Narben hinterlässt. Ich denke, das ist ein weiterer Grund, mich impfen zu lassen."

Affenpocken in Europa

In Deutschland gibt es rund 3.000 Infektionen - zuletzt waren darunter auch zwei Jugendliche von 15 und 17 Jahren aus Stuttgart und Erfurt.

Die meisten Fälle in Europa gibt es in Spanien, gefolgt von Deutschland, Großbritannien und Frankreich. In Spanien sind zwei Männer nach einer Infektion mit Affenpocken verstorben.

In Frankreich hat Huffington Post einen offenen Brief veröffentlicht, in dem das Vorgehen der Regierung und der Gesundheitsbehörden kritisiert wird. Die Unterzeichnenden meinen, die LGBT+-Community fühle sich durch die aktuell getroffenen Maßnahmen diskriminiert. Zudem sei zu spät und nicht genügend auf den Ausbruch der Krankheit reagiert worden.