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Moskau und Washington begrüßen IAEA-Mission in Saporischschja

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Von Euronews mit dpa, AP, AFP
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Satellitenaufnahme des AKW Saporischschja am 29.08.2022
Satellitenaufnahme des AKW Saporischschja am 29.08.2022   -   Copyright  AP/Maxar

Die Regierungen der USA und Russlands haben die unmittelbar bevorstehende Mission der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA im ukrainischen Kernkraftwerk begrüßt.

Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, appellierte an Russland, den Inspektorinnen und Inspektoren einen sicheren und ungehinderten Zugang zu gewähren. Allerdings bleibt die Lage vor Ort brisant: Am Morgen gaben die russischen Besatzer des Akw Saporischschja bekannt, dass es zwei Explosionen in der Nähe eines Lagergebäudes für abgebrannte Brennelemente gegeben habe. Über Schäden war zunächst nichts bekannt.

Rafael Grossi, der IAEA-Chef und Leiter der Delegation twitterte, Unterstützung und Hilfestellung seien unterwegs.

Kremlsprecher Dmitri Peskow unterstrich, bei dem IAEA-Besuch werde es nicht um die Frage einer möglichen entmilitarisierten Zone rund um das Kraftwerk gehen: "Ich möchte wiederholen, dass wir lange auf diese Mission gewartet haben und sie für notwendig halten. Die Sicherheit wird in den Teilen der Gebiete, die unter unter russischer Kontrolle stehen, auf dem erforderlichen Niveau gewährleistet, in Anbetracht der Risiken, die dort ständig bestehen und die mit dem unaufhörlichen Beschuss des Gebiets durch die ukrainische Seite zusammenhängen."

Macron: "Gemeinsames Anliegen"

Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte bei einem Besuch des polnischen Regierungschefs Mateusz Morawiecki in Paris die große Bedeutug der IAEA-Mission: "Wir haben ein gemeinsames Anliegen. Erstens dürfen die nukleare Sicherheit und der Schutz der Bevölkerung in diesem Krieg nicht gefährdet werden. Also ist die Mission wichtig. Sie muss diese Anlage und die Sicherheit der gesamten Region schützen. Zweitens darf die ukrainische Souveränität über dieses Kernkraftwerk nicht in Frage gestellt werden."

In der Region Saporischschja wurden für den Fall eines Austritts nuklearer Strahlung Jodtabletten an die Bevölkerung ausgegeben. Das Akw ist kurz nach Kriegsbeginn im März von russischen Truppen besetzt worden. Seitdem kommt es wiederholt zu Angriffen auf das Werk, die sich Moskau und Kiew gegenseitig vorwerfen.