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Dürre und Unwetter: Portugals Bauern besorgt um Apfelernte

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Von Filipa Soares
Apfelproduzenten leiden unter der Dürre in Portugal
Apfelproduzenten leiden unter der Dürre in Portugal   -   Copyright  Euronews - Filipa Soares   -  

Wie viele in Länder in Südeuropa ist auch Portugal von anhaltender Dürre betroffen. Die Vereinten Nationen haben gewarnt, dass das Land sein Wasser effizienter nutzen muss, besonders in der Landwirtschaft. Nach vier Hitzewellen im Sommer waren große Teile des Landes auch Ende August noch von extremer Trockenheit betroffen. Erst mit den Regenfällen im September hat sich die Situation etwas gebessert.

In der Region Bragança hat es auch im September kaum geregnet.

"Wir befinden uns in Carrazeda de Ansiães, einer der Kommunen, die am meisten von der Dürre betroffen sind. Dass diese Region eine der größten Apfelproduzenten in landwirtschaftlich geprägten Region Trás-os-Montes ist, macht die Situation noch problematischer", erklärt Euronews-Korrespondentin Filipa Soares.

"Dieses Jahr wird sehr schwierig sein. Es ist schwierig. Die Äpfel haben großen Schaden genommen. Wir haben nicht einmal genug für die Ausgaben eingenommen. Es gab Hagel, Unwetter, die Hitzewelle und kaum Wasser. Wir konnten die Bäume nicht gut ernähren. Es war alles gegen uns", sagt Luís Veiga, einer der Apfelproduzenten der Region.

Ähnlich äußert sich auch der CTO der landwirtschaftlichen Assoziation AFUVOPA  (Associação dos Fruticultores, Viticultores e Olivicultores do Planalto de Ansiães):

"Wir hatten einen sehr heißen und sehr trockenen Sommer mit Hitzewellen, es gab weniger Früchte, was mit der geringen Wassermenge zu tun hatte. Das hat diese Saison sehr dramatisch und schlecht für die Landwirte gemacht hat."

Luís Veiga produziert in normalen Jahren bis zu 500 Tonnen Äpfel. In diesem Jahr waren es nicht einmal halb so viele. Seine Äpfel werden zu Saft verarbeitet - doch dafür bekommt der Landwirt gerade mal 6 Cent pro Kilo, und für Supermärkte taugen seine Äpfel in diesem Jahr nicht. Der Apfelproduzent hofft auf die Unterstützung der Regierung:

"Ich hoffe es wird Unterstützung geben. Wir brauchen viel Hilfe für die Bäume, andernfalls wird es nicht möglich sein, sie zu retten, immer mehr Schäden entstehen durch Hagel und Gewitter - das ist sehr schwierig."