"Wir halten durch": Zivilisten in Bachmut kämpfen ums Überleben

Soldaten in einem Humvee-Fahrzeug in den Straßen von Bachmut
Soldaten in einem Humvee-Fahrzeug in den Straßen von Bachmut Copyright AP Photo/Libkos
Von Euronews mit AFP
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Die Einnahme Bachmuts ist für Russland von strategischer Bedeutung, die den Weg in die beiden letzten verbleibenden Städte unter ukrainischer Kontrolle im Donbass ebnen würde.

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Einst war Bachmut für seine Weinberge und Salzbergwerke bekannt - doch die Schlacht um die Stadt hat alles in Schutt und Asche gelegt. Das Leben an der Front ist ein ständiger Kampf ums Überleben.

Erst Anfang der Woche war der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj überraschend in die Stadt in der Oblast Donetsk gereist und hatte den Soldaten dort Mut gemacht. Seit rund zwei Monaten haben die Gefechte um Bachmut zahlreiche Menschenleben gefordert.

Die wenigen, verbleibenden Zivilisten versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. An einigen Stellen in der Stadt wurden Hilfszentren geschaffen, an denen sich die Anwohner:innen aufwärmen und ihre Handy laden können.

"Wir halten durch, wir überleben. Sie beschießen uns von zwei Seiten. Kein Gas, kein Wasser. Wir bekommen etwas humanitäre Hilfe. Ich habe keine feste Arbeit, nur Dinge, die von Tag zu Tag anfallen, wie kaputte Fensterscheiben reparieren. Aber wir halten durch, weil wir unsere Stadt und unser Land nicht verlassen wollen", meint ein früherer Bahnmitarbeiter.

Die Einnahme Bachmuts ist für Russland von strategischer Bedeutung, die den Weg in die beiden letzten verbleibenden Städte unter ukrainischer Kontrolle im Donbass ebnen würde. Das britische Verteidigungsministerium hatte zuletzt erklärt, dass Russland zuletzt Erfolge im Osten der Stadt erzielen konnte.

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