"Ich sah das Fenster und stürzte mich hinaus": Hilfe für Erdbeben-Opfer in Golbasi

Auf 2.000 m2 helfen französische Ärzt:innen und Rettungssanitäter:innen der notleidenden Bevölkerung und stellen die medizinische Versorgung sicher.
Auf 2.000 m2 helfen französische Ärzt:innen und Rettungssanitäter:innen der notleidenden Bevölkerung und stellen die medizinische Versorgung sicher. Copyright AFP
Von Alexandra Leistner mit AFP
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Auf 2.000 m2 helfen französische Ärzt:innen und Rettungssanitäter:innen der notleidenden Bevölkerung und stellen die medizinische Versorgung sicher.

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Im türkischen Golbasi haben französische Rettungskräfte ein Feldlazarett aufgebaut. Auf 2.000 Quadratmetern können dort für mindestens 15 Tage Verletzte versorgt werden. 

Das Lazarett verfügt über einen Entbindungsraum, zwei Operationssäle, ein Labor, eine Apotheke, einen Sterilisationsraum und eine Reanimationseinheit sowie Räume für die Aufnahme und Betreuung von Verletzten.

10 bis 15 Operationen pro Tag können hier durchgeführt werden.

Immer wieder kommen neue Verletzte und andere Notleidende herein - dabei ist die angebotene Hilfe nicht auf Erdbebenopfer beschränkt. Auch die Versorgung mit Medikamenten von Menschen, die bereits vor dem Beben eine Behandlung benötigten, wird hier sichergestellt, wie die Ärztin Isabelle Arnaud gegenüber der AFP erklärte.

Arnaud wird unter anderem von einem Chirurgen, zwei Notärzten, einem Apotheker, zwei Hebammen, acht Krankenpflegern und elf Logistikern begleitet wird. Auch 23 Feuerwehrleute aus dem Gard begleiten die Mission.

Sie alle sind sind rund um die Uhr im Einsatz, um der örtlichen Bevölkerung zu helfen.

Und die Hilfe des Feldlazaretts ist für die Menschen von entscheidender Bedeutung. Nach dem Erdbeben der vergangenen Woche gibt es allein in der Türkei über 36.000 Tote und mehr als 105.000 Verletzte.

Finanziert wird das Feldlazarett aus dem Hilfsfonds der Europäischen Union, den die Türkei kurz nach dem Erdbeben am 6. Februar ausgelöst hatte. Im Rahmen des EU-Katastrophenschutzes wurden zunächst Soforthilfen in Höhe von 6,5 Millionen Euro bereitgestellt.

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