Die ganze Vielfalt Tokios

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Eine in der Modewelt beschäftigte US-Amerikanerin und ein aus demselben Land stammender Regisseur zeigen „ihr Tokio“ - mit allerhand Geheimtipps.

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Misha Janette ist eine US-Amerikanerin, die seit 2004 in Tokio lebt. Dort studierte sie an einer Modehochschule und ist jetzt in diesem Bereich beruflich tätig. Sie zeigt „ihr Tokio“ und hat einige Geheimtipps auf Lager.

Das modische Tokio

„In Tokio kann man sein, was man will und wo man will. Deshalb gibt es hier auch all diese interessanten Subkulturen.

Hallo, mein Name ist Misha Janette. Ich bin Kreativdirektorin und war auch schon Modestylistin, Modejournalistin und Bloggerin. Und ich lebe und arbeite hier in Tokio. Ich würde sagen, dass eines der Viertel, das meine Karriere und auch die Modeszene in Japan prägt, Harajuku ist. Genauer gesagt ein Ort namens Yura Harajuku. Das heißt, die Seitenstraßen von Harajuku. Es gibt eine bestimmte Straße, die Cat heißt. Die Leute von Harajuku gehen nach Shibuya, um einzukaufen, aber auch, um ihre Kleidung zur Schau zu stellen.

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Misha Janetteeuronews

Einer meiner Lieblingsläden für gebrauchte Kleidung ist BED, in einem Viertel namens Shimokitazawa. Die Besitzerin Miki hat den besten Stil und ein erstaunliches Auge für Stil. Wenn man herkommt, findet man immer etwas Einzigartiges und Cooles.

Ich fahre gerne Elektrofahrrad. Es zeigt mir all diese Gegenden des ruhigen Durcheinanders, die ich nie gesehen hätte, wenn ich nur den Zug genommen hätte und immer an denselben Haltestellen ausgestiegen wäre.

Miyashita-Park: Einkaufen und entspannen

Einer meiner Lieblingsorte ist erst kürzlich hinzugekommen. Da halte ich mich gerne auf: Der Miyashita-Park. Der Miyashita-Park ist ein Einkaufskomplex und hat einen Dachgarten. Der Dachgarten ist der beste Ort, wenn man im Gras und auf Bänken rumhängen und Leute beobachten will.

Ich lade Leute nach Tokio ein, die noch nie hier waren, denn es ist nicht so beängstigend, wie es scheint. Ganz sicher: Sie finden etwas, das Ihnen gefällt. Wenn man sich Tokio ansieht, kann es überwältigend sein. Die Menge an Sinneseindrücken, das Licht, der Lärm, die vielen Menschen überall. Aber es stimmt, dass man die außergewöhnlichsten Dinge der Stadt nur dann entdeckt, wenn man die Einzelheiten sieht.“

Regisseur Alan Poul: „Hier findet man die verborgenen Schätze“

Auch Alan Poul kommt aus den Vereinigten Staaten. Er hat für seine Arbeit als Film- und Fernsehregisseur bereits einige Auszeichnungen erhalten, darunter solch bekannte Preise wie der Emmy Award oder der Golden Globe Award.

„Zurzeit lebe ich in Tokio, weil wir die zweite Staffel der HBO-Max-Reihe Tokyo Vice drehen. Wir haben uns früh festgelegt, dass die Serie Tokio Vice heißt.

Tokio ist der Star, und wir wollten jede Einstellung in und um Tokio drehen. Das Viertel, in dem unsere Figur Jake (Ansel Elgort) lebt, ist ein Stadtteil namens Akabane. Man spürt, dass es ein Viertel ist, in dem jeder jeden kennt. Man kann sehen, wie das Leben in den Vierteln in Tokio seit Generationen gelebt wird.

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Alt und neu in Tokioeuronews

Einer der großen Reize von Tokio ist die Mischung aus Alt und Neu. Man biegt um eine Ecke und sieht einen hunderte Jahre alten Tempel, und gleich dahinter ein Gebäude, das gerade hochgezogen wird. Einer der Orte, die ich in Tokio liebe, ist das Viertel Kagurazaka, ein sehr altes Viertel. Und auch wenn es jetzt angesagt ist, gibt es dort auch schöne kleine Restaurants. Die Straßen sind etwas schmaler. Man kann die Ausstrahlung der alten Welt immer noch spüren. Es ist toll, bekannte Pfade zu verlassen, denn man weiß nie, was man dort findet. Hier findet man die verborgenen Schätze.

Ob man in eine angesagte Weinbar kommt, in die ich gerne gehe, oder ob man herkommt, um in ein sehr teures, japanisches Restaurant zu gehen. In jedem Fall hat man das Gefühl, etwas Besonderes zu erleben, das sich ein wenig vom Rest der Großstadt Tokio abhebt.“

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