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Serbien: Bei Waffen pro Kopf weltweit auf dem dritten Platz

Belgrad: Eintragung in ein Kondolenzbuch nach dem Amoklauf
Belgrad: Eintragung in ein Kondolenzbuch nach dem Amoklauf Copyright Darko Vojinovic/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von euronews
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Durch die Amokläufe ist das Thema Waffenbesitz in Serbien wieder auf die Tagesordnung gekommen. Wir zeigen, wie diesbezüglich in dem Land die Lage ist.

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Serbien ist innerhalb kurzer Zeit von zwei Amokläufen in der Hauptstadt Belgrad und in Mladenovac erschüttert worden. Dabei kamen insgesamt 17 Menschen ums Leben. Der in Genf ansässigen Waffenforschungsstelle Small Arms Survey zufolge ist die Anzahl an Waffen pro Kopf weltweit nur in den Vereinigten Staaten und Jemen höher als in Serbien. Auf 100 Menschen in dem Land kommen statistisch 39 Waffen.

„Wichtige nationale Debatte, die das Land aufgeschoben hat"

Aaron Karp vom Small Arms Survey erläutert:  „In dem Gebiet gibt es eine ausgeprägte Waffenkultur, also bleiben die Waffen dort. Ein großer Schritt nach vorne wäre, mehr Waffen zu erfassen. Und das ist eine wichtige nationale Debatte, die das Land aufgeschoben hat. Das Gesetz hat sich in vielerlei Hinsicht verbessert, aber die Umsetzung ist nicht nicht so gut, wie sie sein sollte."

Die Zahl der von den Behörden erfassten Waffen in Serbien ist rückläufig.

„Das ist ein außergewöhnlicher Teil der Welt", so Karp. "Daraus lässt sich eine Lehre ziehen. Viele der Vorgänge in Serbien und Umgebung waren sehr an die europäische Rüstungskontrollpolitik angepasst. Vielleicht ist etwas anderes nötig. Die wirklich gefährlichen Waffen sind halbautomatische und vollautomatische. Also neuartige Waffen. Aber es geht um sehr alte Waffen: Das Gewehr des Urgroßvaters. Es ist gefährlich, aber es kann nicht für Massenmord verwendet werden. Das ist gefährlich, kann aber nicht für einen Massenmord verwendet werden. Dafür ist eine solche Waffe nicht geeignet. Wenn das Gesetz, die Waffenerfassung und die Sicherheitsmaßnahmen auf neuartige Waffen abzielen, ist das ein großer Fortschritt", betont er.

Schätzungen zufolge könnte in Serbien die Zahl der nicht behördlich erfassten Waffen rund eineinhalb Millionen betragen.

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