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USA planen russisches Eigentum zu konfiszieren

Die ukrainische Gegenoffensive stößt auf starken Widerstand der russischen Truppen.
Die ukrainische Gegenoffensive stößt auf starken Widerstand der russischen Truppen. Copyright AP Photo/Virginia Mayo
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Von Euronews mit AP, dpa
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Die Verluste sind hoch, der Vormarsch langsam. Aber Kiew meldet, rund 100 Quadratkilometer zurückerobert zu haben, darunter sieben Ortschaften in Donezk und Saporischschja.

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Die ukrainische Gegenoffensive stößt auf starken Widerstand der russischen Truppen. Die Verluste sind hoch, der Vormarsch langsam. Aber Kiew meldet, rund 100 Quadratkilometer zurückerobert zu haben, darunter sieben Ortschaften in Donezk und Saporischschja.

Das Land verfüge noch über große Kapazitäten, hieß es zum Abschluss eines NATO-Treffens zur Unterstützung der Ukraine in Brüssel.

"Ich glaube, die Russen haben uns dieselben fünf (zerstörten) Fahrzeuge etwa 1000 Mal aus 10 verschiedenen Blickwinkeln gezeigt. Aber ganz offen gesagt, die Ukrainer haben immer noch eine Menge Kampffähigkeit und Kampfkraft", sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin. 

Pläne zum Konfiszieren russischen Eigentums

Unterdessen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Pläne der USA gelobt, russisches Eigentum zu konfiszieren und der Ukraine zu übergeben. Ein entsprechendes Gesetz sei im Kongress eingebracht worden. "In Diktaturen wie der russischen ist Geld der höchste Wert." Die Herrschenden würden unbedenklich Hunderttausende Menschenleben opfern, aber nicht ihr Vermögen. 

Wenn sie nun um ihr Geld gebracht würden, spürten sie, dass der Krieg ihnen tatsächlich Verluste einbringe. Dieses Vermögen "müssen sie vollständig verlieren, und zwar zum Wohle derer, die unter ihrer Aggression gelitten haben, aus diesem terroristischen Krieg zum Wohle unseres Staates, unseres Volkes", sagte der ukrainische Staatschef.

Lage am AKW Saporischschja ernst aber unter Kontrolle 

Der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, hat das Kernkraftwerk Saporischschja besucht. Das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk in der Südukraine speist sein Kühlwasser aus dem Kachowka-Stausee, der durch den Dammbruch austrocknet.

"Einerseits können wir sehen, dass die Situation ernst ist, die Konsequenzen sind da und sie sind real", so Grossi am Donnerstag. "Gleichzeitig werden Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu stabilisieren."

Derzeit sei in den Kühlteichen aber noch genug Wasser, sagte Grossi. Der IAEA-Chef wollte eigentlich bereits am Mittwoch in die Kraftwerksstadt Enerhodar reisen, musste den Besuch aus Sicherheitsgründen dann jedoch um einen Tag verschieben. Mit ihm ist auch eine neue Gruppe an internationalen Beobachtern an der Anlage eingetroffen, die die bisherige Mission ablöst.

Selenskyj freut sich über Aussicht auf NATO-Beitritt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich erfreut über die Unterstützung des Europaparlaments für einen Nato- und EU-Beitritt seines Landes gezeigt. "Das Europäische Parlament hat eine kraftvolle Resolution zur Unterstützung der europäischen und euroatlantischen Bestrebungen unseres Volkes angenommen", sagte er am Donnerstag in seiner täglichen Videoansprache. 

Es gebe nun einen klaren Appell an die Staats- und Regierungschefs der EU, einen Weg für den Beitritt festzulegen. Zudem unterstütze das Europaparlament Kiews Forderung nach einer Nato-Perspektive und habe den ukrainischen Beitrag für die euroatlantische Sicherheit gewürdigt.

Das EU-Parlament hatte zuvor die Nato aufgefordert, der Ukraine nach dem Ende des russischen Angriffskriegs den Weg ins westliche Verteidigungsbündnis zu ebnen. In einer am Donnerstag in Straßburg verabschiedeten Entschließung heißt es, das Verfahren zum Beitritt solle nach Kriegsende beginnen und so rasch wie möglich abgeschlossen werden. 425 Abgeordnete stimmten dafür, 38 dagegen. 42 enthielten sich. Bis zur vollständigen Nato-Mitgliedschaft sollten EU und Nato einen befristeten Rahmen für Sicherheitsgarantien entwickeln, der unmittelbar nach dem Krieg umgesetzt werden soll.

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