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Schwierige Lage für Migranten - Von der Leyen fliegt nach Tunesien

Migranten warten an der Grenze zwischen Tunesien und Libyen am 6. JUli 2023
Migranten warten an der Grenze zwischen Tunesien und Libyen am 6. JUli 2023 Copyright UGC via AP/Arquivo
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Von Euronews mit AP, dpa
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Migrantinnen und Migranten aus Ländern südlich der Sahara sehen sich in Tunesien zunehmend Spannungen und Gewalt ausgesetzt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist an diesem Sonntag nach Tunesien.

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Mindestens 15 Migrantinnen und Migranten sind in dieser Woche vor der tunesischen Küste und an der tunesischen Grenze zu Algerien tot aufgefunden worden. Das gaben tunesische Behörden am Freitag bekannt. 

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind in diesem Jahr 1.895 Menschen auf dem Weg von Nordafrika über das zentrale Mittelmeer nach Europa gestorben oder verschwunden. Im gesamten Jahr 2022 waren es 2.406 Menschen.

Afrikanerinnen und Afrikaner aus Ländern südlich der Sahara sehen sich in Tunesien zunehmenden Spannungen ausgesetzt, und immer mehr Menschen versuchen, das Land zu verlassen oder zu durchqueren. Tunesische Nichtregierungsorganisationen schlugen angesichts der katastrophalen Lage der aus der Stadt Sfax ausgewiesenen Migrantinnen und Migranten Alarm und forderten, sie in Notaufnahmezentren unterzubringen.

Kais Saied, der tunesische Präsident, erklärte, dass Tunesien den Migrantinnen und Migranten trotz der Schwierigkeiten bessere Bedingungen bietet als andere Länder. Er schränkte allerdings ein: "Aber wir weigern uns, ein Land des Transits oder ein Land der Besiedlung zu sein."

Spitzentreffen mit EU, Italien und den Niederlanden

Seit der Nacht zu diesem Freitag sind insgesamt 407 Menschen aus der tunesischen Stadt Sfax in Lampedusa eingetroffen. Seit Anfang des Jahres (bis 14. Juli) sind 75.065 Migranten in Italien angekommen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 31.920 Ankünfte. Die Gesamtzahl der Ankünfte in Europa auf dem Seeweg beläuft sich auf 92.916 seit Anfang des Jahres bis zum 10. Juli.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte werden an diesem Sonntag in Tunis zu einem zweiten Treffen mit dem tunesischen Präsidenten Kais Saied erwartet, um über Hilfsmaßnahmen zu sprechen und eine blockierte Vereinbarung zur Begrenzung der Ausreise von Migrantinnen und Migranten zu lösen

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