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Auto von Flut in Spanien mitgerissen: 10-jähriger Junge rettet sich auf einen Baum

Überschwemmungen nach den schweren Regenfällen in Spanien
Überschwemmungen nach den schweren Regenfällen in Spanien Copyright Mateo Lanzuela/AP
Copyright Mateo Lanzuela/AP
Von Euronews mit dpa
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Starkregen, orkanartige Windböen, Hagel und Gewitter haben in Spanien für Chaos und Sachschäden gesorgt. Es gab mindestens fünf Tote. Am Montag schien vielerorts wieder die Sonne, aber die Welt war noch lange nicht in Ordnung.

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Nach den extremen Regenfällen in Spanien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens fünf gestiegen. Drei Menschen werden immer noch vermisst.

Inmitten des Leidens spendete aber die Rettung eines kleinen Jungen etwas Trost. In vielen Medien wurde von einem "Wunder" gesprochen. Der Zehnjährige sei am Montag gegen acht Uhr morgens im Westen der Region Madrid auf einem Baum gefunden worden, nachdem er dort bei Starkregen und Orkanböen die ganze Nacht verbracht habe, teilte der regionale Notdienst mit.

Der Junge war nach Erkenntnissen der Behörden am Sonntagabend auf den Baum geflüchtet. Zuvor war der Wagen seiner Familie unweit der Ortschaft Aldea del Fresno, bei Madrid, von den Wassermassen des über die Ufer getretenen Flusses Alberche mitgerissen worden. Der Vater, der am Steuer gesessen hatte, wurde am Montag noch vermisst. Die Mutter und die Schwester hätten sich aus eigener Kraft retten können, hieß es. Der Zehnjährige sei von einem Finca-Wärter unterkühlt und mit verschiedenen Verletzungen am Körper zufällig entdeckt worden.

Unwetter "Dana" richtete zudem beträchtliche Schäden an, in Aldea del Fresno standen die Einwohner:innen noch unter Schock. "Wir haben das Wasser gehört und sind runter gegangen, um den Fluss zu sehen", erzählt eine Frau. "In diesem Moment stürzte die Brücke ein. Wir sind alle rausgerannt und etwas zurückgewichen. Nach einer Weile stürzte die andere Brücke mit lautem Getöse ein. Wir hatten alle Angst."

Auch die Menschen in Buenache de Alarcón, in der Region Castilla la Mancha, wurden schwer von dem Unwetter getroffen. Ein Fluss verwandelte sich in einen reißenden Strom - und richtete schwere Sachschäden an. "Ich habe nichts mehr, außer den Boden und den Wänden. Alles was ich hatte, kann man nur noch wegschmeißen", sagt ein Einwohner.

Die Unwetter, mit Starkregen und Orkanböen, brachen am Wochenende über weite Teile Spaniens heim. Es kam zu Flugverspätungen, vielerorts wurde der Eisenbahnverkehr eingestellt.

Die Regionen Madrid und Kastilien-La Macha beantragten inzwischen bei der Zentralregierung, zum Katastrophengebiet erklärt zu werden - um Staatshilfe für einen schnellen Wiederaufbau zu erhalten. Über die Höhe der Schäden gibt es zunächst keine Angaben

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