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Ein zweiter Eyjafjallajökull? In Island wächst Sorge vor bevorstehendem Vulkanausbruch

Ein möglicherweise heftiger Vulkanausbruch deutet sich auf Island an
Ein möglicherweise heftiger Vulkanausbruch deutet sich auf Island an Copyright Marco Di Marco/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit dpa
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Die Stadt Grindavík im Südwesten von Island ist evakuiert worden, nachdem mehr als 1000 Erdbeben darauf hindeuten, dass ein neuerlicher Vulkanausbruch bevorsteht.

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In Island haben die Behörden nach der Evakuierung von 3.700 Einwohner:innen der Stadt Grindavík den Notstand erklärt. Fachleute erwarten in der Region in den kommenden Tagen eine heftige Vulkanexplosion, die sich bereits seit Wochen mit zahlreichen kleineren Beben ankündigt. Bilder zeigten Risse in Straßen und Häusern.

Unter dem Ort, der rund 40 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Reykjavik liegt, verläuft ein rund 15 Kilometer langer Magma-Tunnel von Nordosten nach Südwesten ins Meer. Bereits in der vergangenen drei Jahren hatte es immer wieder kleinere Ausbrüche gegeben, die allerdings eher unbewohntes Gebiet getroffen hatten.

"Unter Berücksichtigung, wie schnell sich die Magma in diesem Kanal gesammelt hat, können wir erwarten, dass die Eruption viel gewaltiger sein wird als die vorigen drei", sagte der Geophysiker Magnús Tumi Gudmundsson gegenüber dem Sender RUV. Die Erdbeben der vergangene Jahre hätten die Erdkruste so stark aufgebrochen, dass das Magma seinen Weg schneller nehmen könnte als bisher. 

Ein weiteres mögliches Szenario ist eine Eruption im Wasser. Das dabei entstehende explosive Gemisch könnte eine Aschesäule hervorrufen, die kilometerhoch in die Atmosphäre aufsteigt. Sollte dieser Fall eintreten, könnten die Vulkane auf Island ein weiteres Mal den Flugverkehr über Europa zum Erliegen bringen. 

2010 hatte der Ausbruch des Vulkangletschers Eyjafjallajökull auf Island genau das geschafft: mehr als 100.000 Flüge mussten am Boden bleiben, Passagiere saßen fest, weil Metereologen vor der für Flugzeuge gefährlichen Vulkanasche gewarnt hatten und daraufhin der Flugverkehr eingestellt wurde.

Island liegt an der Naht zwischen nordamerikanischer und eurasischer Platte. Die Bewohner:innen der Insel sind an seismische Aktivitäten und Vulkane gewöhnt, viele Tourist:innen reisen genau deswegen auf die Insel.

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