Lava-Flut in Island: Bewohner haben Angst um ihr Fischerdorf Grindavík

Vulkan in Island.
Vulkan in Island. Copyright Marco Di Marco/AP
Von Euronews
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Mit leicht nachlassender Intensität spuckt der Vulkan in Island Feuer und Lava. Der Ausbruch auf der Reykjanes-Halbinsel nahe des Fischerdorfes Grindavík wurde seit Wochen erwartet.

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Mit leicht nachlassender Intensität spuckt der Vulkan in Island Feuer und Lava. Der Ausbruch auf der Reykjanes-Halbinsel nahe des Fischerdorfes Grindavík wurde seit Wochen erwartet, der Ort mit seinen rund 4.000 Bewohner:innen evakuiert. Stunden nach dem Vulkanausbruch am Montagabend melden Geowissenschaftler jetzt, das er etwas an Stärke abgenommen habe.

Robert Donald Forrester ist gerade als Tourist  in Island. "Ich bin sehr aufgeregt, hier an diesem Ort zu dieser Zeit zu sein und dieses Naturphänomen zu sehen. Es ist wie in einem Film!", sagt er. 

Für Tourguide Ael Kermarec, der in Island lebt, ist es nicht der erst Vulkanaussbruch. Aber dieses Mal sei mehr los, sagt er. "Dieses Mal ist viel los und es geht um eine Stadt, die unter der Lava enden könnte." Er habe deshalb gemischte Gefühle. "Es ist nach wie vor großartig, es zu beobachten, aber im Moment auch mit einem mulmigen Gefühl."

Laut Wetteramt ist die Eruptionsspalte etwa 4 Kilometer lang ist. Zu Beginn waren 100 bis 200 Kubikmeter Lava pro Sekunde ausgetreten, ungefähr doppelt so viel wie beim letzten Vulkanausbruch in Island im Sommer.

Alle Straßen nach Grindavík sollten für die nächsten Tage geschlossen werden, teilte die örtliche Polizei auf Facebook mit. Sie forderte dazu auf, sich vom Vulkangebiet fernzuhalten. Die dort austretenden Gase könnten giftig sein. Der Flugverkehr von und nach Island sei nicht beeinträchtigt, teilte die isländische Regierung mit. Der Flughafen Keflavík sei demnach weiterhin gut zu erreichen.

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