Selenskyj: Russland wird "unseren wahren Zorn" kennenlernen

Wolodymyr Selenskyj
Wolodymyr Selenskyj Copyright AP/Ukrainian Presidential Press Office
Von Euronews
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Der Krieg in der Ukraine geht in sein drittes Kalenderjahr. In ihren Neujahrsansprachen zeigen sich Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin kämpferisch.

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Wolodymyr Selenskyj hat Russland in seiner Neujahrsansprache mit der Schlagkraft der "heimischen" Waffenproduktion gedroht. Der ukrainische Präsident sagte, 2024 werde die Ukraine mindestens "eine Million" zusätzliche Drohnen haben, hinzu kämen F-16-Kampfjets von den westlichen Partnern.

Selenskyj ist bereits seit einiger Zeit auf der Suche nach Partnern, um die Waffenproduktion im eigenen Land auszuweiten, zum Beispiel während seiner jüngsten USA-Reise. Die nachlassende Militär-Unterstützung aus den USA und dringend benötigter Nachschub nähren den Wunsch nach einer unabhängigen Produktion.  

In der vergangenen Woche hatte Russland den schwersten Luftangriff auf die Ukraine seit Kriegsbeginn ausgeführt. Dabei wurden in verschiedenen Städten des Landes 39 Menschen getötet.

Bei einem ukrainischen Gegenschlag auf die russischen Grenzstadt Belgorod wurden nach Angaben der Regionalverwaltung 21 Menschen getötet und 1108 weitere verletzt.

Der Krieg in der Ukraine geht in sein drittes Kalenderjahr. Auch der russische Präsident Wladimir Putin hat die Ukraine in den Mittelpunkt seiner Neujahrsansprache gestellt. Er versicherte, dass Russland in dem Konflikt "niemals" zurückweichen werde, nichts könne die Russen jemals spalten, so Putin.

„Wir haben mehr als einmal gezeigt, dass wir die schwierigsten Aufgaben lösen können und niemals zurückstecken, denn es gibt keine Kraft, die uns entzweien könnte“, sagte der Kremlchef in seiner Fernsehansprache.

Ukraine und Russland werfen sich Angriffe an Neujahr vor

Die Ukraine und Russland haben sich wechselseitig Angriffe am frühen Neujahrsmorgen vorgeworfen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe flog Russland Angriffe auf die Regionen Mykolajiw, Odessa und Dnipro. Bei dem russischen Luftangriff auf Odessa seien mindestens ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region Odessa mit.  Mehrere Gebäude seien von Teilen "abgeschossener Drohnen" getroffen worden, in Wohnhäusern in verschiedenen Teilen der Stadt seien Feuer ausgebrochen.

Gleichzeitig sprach Russland von "schwerem Beschuss" durch ukrainische Streitkräfte im Zentrum von Donezk. Vier Menschen seien bei dem Beschuss getötet worden, schrieb der von Russland eingesetzte Chef des erweiterten Gebiets Donezk, Denis Puschilin, auf Telegram. 14 Menschen seien verletzt worden.

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