USA planen Hafen für Hilfslieferungen im Gazastreifen

US-Präsident Joe Biden hat den Bau eines temporären Hafens im Gazastreifen angekündigt.
US-Präsident Joe Biden hat den Bau eines temporären Hafens im Gazastreifen angekündigt. Copyright Andrew Harnik/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
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Von Heilika Leinus
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US-Präsident Biden hat bekanntgegeben, dass die USA den Bau eines Schiffsterminals im Gazastreifen planen, um die dortige Zivilbevölkerung mit Hilfsgütern zu versorgen.

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In seiner Rede zur Lage der Nation hat US-Präsident Joe Biden den Bau eines temporären Hafens im Gazastreifen angekündigt. Damit will er die Lieferung von Hilfsgütern über den Seeweg ermöglichen, um die katastrophale humanitäre Lage in Gaza zu lindern. Das Vorhaben erfordere nicht den Einsatz von US-Bodentruppen und wurde möglich, nachdem Israel erstmals seit Kriegsbeginn vor fünf Monaten die Einfuhr von Hilfsgütern in den Gazastreifen auf dem Seeweg einwilligte.

„Israel muss seinen Beitrag leisten. Israel muss mehr Hilfe im Gazastreifen zulassen und sicherstellen, dass humanitäre Helfer nicht ins Kreuzfeuer geraten“, betonte Präsident Biden. „Der Führung Israels sage ich Folgendes: Humanitäre Hilfe darf weder eine zweitrangige Überlegung noch ein Tauschgeschäft sein. Der Schutz und die Rettung unschuldiger Leben muss die Priorität sein.“

Hamas könnte an Hilfsgüter kommen

Seit vergangenem Wochenende versorgt die USA die Zivilbevölkerung in Gaza aus der Luft. Doch, die Hilfslieferungen sind nicht ausreichend, um über zwei Millionen Menschen des dicht besiedelten Gebietes mit notwendigen Gütern zu versorgen. Außerdem fürchtet Israel, dass die Hamas an die Hilfsgüter kommt.

„Um es klar zu sagen: Israel hat die Kontrolle über alle Hilfslieferungen, alle Luftabwürfe, alles, was hereinkommt. Und wir werden jeden Tag weitermachen. Wir werden bei der Verteilung besser, aber die Hamas versucht, die Hilfe zu stehlen. Sie hat Hilfsgüter aktiv gestohlen. Kein Hamas-Kämpfer muss hungern“, so Avi Hyman, Sprecher der israelischen Regierung

Spanien unterstützt UNRWA mit 20 Millionen Euro

Die spanische Regierung hat unterdessen bekannt gegeben, dass sie das palästinensische Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen zusätzlich mit 20 Millionen Euro unterstützen will. In der vergangenen Woche gab die Europäische Kommission 50 Millionen Euro frei. Katar und Irak hatten wollen der Organisation weitere 25 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Nachdem Hamas-Tunnel unter UNRWA-Gebäude gefunden wurden die USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Italien und mehrere weitere Länder die Zahlungen an die Hilfsorganisation ausgesetzt. Die Bundesregierung will vorläufig keine neuen Mittel aus Deutschland bewilligen.

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