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Greta macht das Abi und beendet ihren Schulstreik

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.
Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Copyright AP Photo/Antonio Calanni
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Von Euronews
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Obwohl es heute ihr letzter Schulstreik ist, sagt die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg: "Der Kampf hat gerade erst begonnen".

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Obwohl es heute ihr letzter Schulstreik ist, sagt die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg: "Der Kampf hat gerade erst begonnen".

Die Aktivistin löste 2018 eine globale Jugendbewegung aus, als sie Schüler:innen dazu ermutigte, freitags den Unterricht zu schwänzen, um Maßnahmen gegen den Klimawandel zu fordern.

Seitdem haben sich Millionen von Schüler:innen in mehr als 180 Ländern an den "Fridays for Future"-Streiks beteiligt und unter anderem die Umstellung der fossilen Energiewirtschaft auf erneuerbare Energien gefordert.

"Als ich 2018 mit dem Streik begann, hätte ich nie erwartet, dass es zu etwas führen würde", twitterte Greta Thunberg heute Morgen. "Es schlossen sich immer mehr Menschen an, und ganz plötzlich war es eine globale Bewegung, die jeden Tag wuchs."

Der 9. Juni markiert die Streikwoche 251 für Greta Thunberg. "Heute mache ich meinen Schulabschluss, was bedeutet, dass ich nicht mehr für das Klima streiken kann", twittert Greta. "Das ist also der letzte Schulstreik für mich."

Aber das ist definitiv nicht das Ende ihres Aktivismus. "Wir sind immer noch hier und haben nicht vor, wegzugehen", so Greta Thunberg. "Vieles hat sich seit unseren Anfängen verändert, und doch haben wir noch viel vor uns."

Greta wird weiter für die Rechte der Ureinwohner kämpfen

In ihrem Tweet nutzte Greta Thunberg heute Morgen die Gelegenheit, um noch einmal die sozioökonomischen Faktoren aufzuzählen, die der Klimakrise zugrunde liegen.

"Wir bewegen uns immer noch in die falsche Richtung, wo es den Mächtigen erlaubt ist, marginalisierte und betroffene Menschen und den Planeten im Namen von Gier, Profit und Wirtschaftswachstum zu opfern".

Greta Thunberg ist eine lautstarke Fürsprecherin indigener Gemeinschaften auf der ganzen Welt und hat Kampagnen gegen fossile Brennstoffprojekte in den USA bis Australien unterstützt.

Sie setzt sich für einen gerechten Übergang zu erneuerbaren Energien ein und hat sich kürzlich an die Seite der Samen in Norwegen gestellt. Diese protestieren gegen Windparks, die auf dem traditionellen Land der indigenen Rentierzüchter stehen.

Gestern erntete sie eine Mischung aus Kritik und Lob, weil sie den Zusammenbruch des Kachowka-Staudamms als "Fortsetzung der unprovozierten russischen Vollinvasion in der Ukraine" bezeichnete.

Der Staudamm des Wasserkraftwerks wurde am Dienstagmorgen zerstört. Nach Angaben der ukrainischen Militärbehörden wurde er von russischen Streitkräften beschädigt, während die russischen Behörden die Ukraine beschuldigen.

Nach Angaben des ukrainischen Umweltministeriums werden die Überschwemmungen wahrscheinlich Hunderte von seltenen Tier- und Pflanzenarten vernichten.

AP Photo/Francois Mori, File
Greta Thunberg führt einen Klimamarsch durch Paris an, 25. September 2019.AP Photo/Francois Mori, File

Greta fordert bei ihrem letzten Schulstreik für das Klima zum Handeln auf

Greta betont die dringende Notwendigkeit, die globale Erwärmung umzukehren und warnt: "Wir nähern uns rasch potenziellen nichtlinearen ökologischen und klimatischen Kipppunkten, die sich unserer Kontrolle entziehen. Und in vielen Teilen der Welt beschleunigen wir diesen Prozess sogar noch."

Anfang dieses Monats haben Wissenschaftler gewarnt, dass die Erde sieben von acht wissenschaftlich festgelegten sicheren Grenzen für das Leben überschritten hat und nun in die "Gefahrenzone" eintritt.

Wir müssen unsere Nutzung von Kohle, Erdöl und Erdgas ändern und unser Land und Wasser besser bewirtschaften, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern, argumentiert die Wissenschaft.

AP Photo/Manish Swarup
Ein "Fridays for Future"-Klimaprotest in Neu-Delhi, Indien, 12. April 2019.AP Photo/Manish Swarup

"Wahrscheinlich gibt es viele von uns, die ihren Abschluss gemacht haben und sich nun fragen, was für eine Zukunft auf uns wartet, auch wenn wir diese Krise nicht verursacht haben", so Greta weiter.

"Wir, die wir uns äußern können, haben die Pflicht, dies zu tun. Um alles zu ändern, brauchen wir alle. Ich werde weiterhin freitags protestieren, auch wenn es technisch gesehen kein 'Schulstreik' ist."

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"Wir haben einfach keine andere Möglichkeit, als alles zu tun, was wir können. Der Kampf hat gerade erst begonnen."

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