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Hochwasser-Lage bleibt nach Scholz-Besuch angespannt

Bundeskanzler Olaf Scholz dankt den Helfenden bei einem Besuch im bayrischen Hochwassergebiet.
Bundeskanzler Olaf Scholz dankt den Helfenden bei einem Besuch im bayrischen Hochwassergebiet. Copyright Sven Hoppe/(c) Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Copyright Sven Hoppe/(c) Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Von Philipp Lippert mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Bei seinem Besuch der Hochwassergebiete in Bayern sicherte Bundeskanzler Olaf Scholz den Betroffenen Solidarität zu. Denn die Lage ist weiter angespannt, für die Donau werden Pegel-Höchststände noch erwartet.

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Bundeskanzler Olaf Scholz dankte am Montag beim Besuch der Hochwassergebiete in Bayern den vielen Helfern und Helferinnen für ihren unermüdlichen Einsatz. Zugleich sicherte er den Betroffenen Solidarität zu: „Wir werden alles dazu beitragen, auch mit den Möglichkeiten des Bundes, dass hier schneller weiter geholfen werden kann.”

Bei seinem Besuch im oberbayerischen Reichertshofen wurde Scholz von Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder begleitet. Denn die Lage in Süddeutschland bleibt weiter angespannt. Der Deutsche Wetterdienst rechnet entlang und südlich der Donau mit weiteren Gewittern und Dauerregen. Obwohl diese bereits vielerorts die höchste Meldestufe 4 erreicht hat, werden die Pegel-Höchststände noch erwartet. Bei Passau etwa soll sich die Donau am Abend ihrem Höchststand nähern. Auch im oberpfälzischen Regensburg liegt der Pegelstand bereits mit mehr als 6 Metern im Bereich der Meldestufe 4. Zusätzlich müssen sich die Gebiete am Alpenrand und das östliche Bayern auf Unwetter einstellen.

Scholz warnt vor weiteren Naturkatastrophen

Bei seinem Besuch sagte Bundeskanzler Scholz, dass es für ihn selbst bereits der vierte Besuch in einem Hochwassergebiet in diesem Jahr sei. Dadurch werde deutlich, wie sich die Lage durch den Klimawandel verändert habe, so Scholz. Die Menschen in Deutschland müssten sich deshalb vermehrt auf Naturkatastrophen, besonders auf Hochwasser, einstellen. Gleichzeitig sei es wichtig, die „Aufgabe, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten”, nicht zu vernachlässigen.

Mittlerweile sind aufgrund des Hochwasser in Bayern und Baden-Württemberg bereits vier Menschen ums Leben gekommen. In Pfaffenhofen war bereits in der Nacht auf Sonntag ein Feuerwehrmann tot geborgen worden. Er war auf einem Schlauchboot, das gekentert war und ist daraufhin in die Wassermassen gefallen. Zudem wurde in Schrobenhausen nach Polizeiangaben die Leiche einer Frau im Keller eines Hauses gefunden. Das Polizeipräsidium der baden-württembergischen Stadt Aalen bestätigte, dass in einem Haus in Schorndorf im Rems-Murr-Kreis die Leichen eines Mannes und einer Frau gefunden wurden.

Im schwäbischen Offingen wird weiterhin ein Feuerwehrmann vermisst.

Einschränkungen im Auto- und Bahnverkehr

Neben Evakuierungsmaßnahmen und Dammbrüchen macht sich das Hochwasser auch in der Verkehrslage in Süddeutschland bemerkbar. Viele Straßen sind überflutet und dementsprechend gesperrt. Der Zugverkehr ist massiv eingeschränkt. Laut der Deutschen Bahn kann München derzeit mit dem Fernverkehr aus dem Norden und Westen nicht angefahren werden. Der Nahverkehr in Bayern ist ebenfalls stark betroffen. Die Bahn rät dazu, nicht notwendige Reisen zu verschieben, da bei den wenigen noch verkehrenden Zügen mit einer sehr hohen Auslastung zu rechnen ist.

Aktuelle Informationen über die Lage vor Ort finden Betroffene auf den Webseiten der Hochwasserinfo Bayern und der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg.

Wer finanzielle Hilfe leisten möchte, kann dies beispielsweise beim Deutschen Roten Kreuz tun oder bei der Diakonie.

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