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Macron kündigt nach EU-Wahlniederlage Neuwahlen an

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Gattin Brigitte im Wahllokal.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Gattin Brigitte im Wahllokal. Copyright Hannah McKay/AP
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Von Euronews mit AP
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Nach einer deutlichen Niederlage bei der Europawahl in Frankreich hat Präsident Macron Neuwahlen angekündigt. Marine Le Pen bekräftige ihren Willen zur Machtübernahme.

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Für Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron ist die Europawahl eine herbe Niederlage. Der rechtsnationale Rassemblement National (RN) holte nach Hochrechnungen an die 32 Prozent und damit mehr als doppelt so viel wie Macrons Lager. Der Staatschef kündigte als Konsequenz eine Neuwahl der Nationalversammlung an.

Er könne am Ende des Tages nicht so tun, als sei nichts geschehen, sagte Macron.

"Die Entscheidung ist ernst und schwerwiegend. Vor allem aber ist es ein Akt des Vertrauens. Vertrauen in Sie, meine lieben Landsleute, in die Fähigkeit des französischen Volkes, die richtige Entscheidung für sich selbst und für künftige Generationen zu treffen", so Macron.

Verfolgen Sie aktuelle Entwicklungen weiter unten in unserem Live-Blog.

Le Pen: "Sind bereit, die Macht auszuüben"

Marine Le Pen vom Rassemblement National bekräftige nach Macrons überraschendem Schritt bereits ihren Willen zur Machtübernahme. Nur wenige Minuten nach Macrons Ankündigung sagte sie:

"Wir sind bereit, die Macht auszuüben, wenn das französische Volk uns bei den bevorstehenden Parlamentswahlen sein Vertrauen schenkt. Wir sind bereit, das Land umzukrempeln, bereit, die Interessen der Franzosen zu verteidigen, bereit, der Masseneinwanderung ein Ende zu setzen, bereit, die Kaufkraft der Franzosen in den Vordergrund zu stellen."

Mit ihrem Kurs der "Entteufelung" hat es die Tochter des rechtsextremen Parteigründers Jean-Marie Le Pen in den vergangenen Jahren geschafft, ein deutlich gemäßigteres Bild abzugeben und die Partei bis weit in die bürgerliche Mitte wählbar zu machen.

Auf Platz drei der Europawahl in Frankreich landen die Sozialisten - nur knapp hinter Macrons Regierungslager Renaissance. Es folgt die linkspopulistische Partei La France insoumise. Abgeschlagen die konservativen Les Républicans und die Grünen.

Reporterin: "Schockwellen in ganz Frankreich"

Die Einschätzung von Euronews-Reporterin Sophia Khatesnkova:

"Die Ankündigung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, die Nationalversammlung aufzulösen, nachdem seine Partei eine vernichtende Niederlage gegen den französischen rechtsextremen Rassemblement National erlitten hatte, löste Schockwellen in ganz Frankreich und im gesamten EU-freundlichen Lager aus. Jetzt hat der französische Präsident etwa 20 Tage Zeit, einen Plan zu entwickeln, um zu versuchen, bei den bevorstehenden Parlamentswahlen am 30. Juni und 7. Juli die Mehrheit der Sitze im französischen Parlament zu gewinnen."

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