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Über 22.000 Bewerbungen: ESA stellt neue Astronauten-Crew vor

Raumfahrtsinnsuchbild
Raumfahrtsinnsuchbild Copyright AP Photo/Graphic: Business Wire/Arquivo
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Von Isidro Murga
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In der ersten Rekrutierungskampagne seit mehr als einem Jahrzehnt wurden zum ersten Mal paritätische Kriterien erfüllt. Bewerbungen kamen aus 25 Staaten, die meisten aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Italien.

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Um Europas Raumfahrt auf sichere Beine zu stellen, braucht es aber nicht nur Geld, sondern auch Männer und Frauen, die Abenteuer im All erleben wollen. Die ESA hat die nächste Generation europäischer Astronauten vorgestellt, die aus fast 23.000 Bewerbern ausgewählt wurden. 

In der ersten Rekrutierungskampagne seit mehr als einem Jahrzehnt wurden zum ersten Mal paritätische Kriterien erfüllt und auch Menschen mit Behinderungen aufgenommen. 

Fünf Auserwählte - die Französin Sophie Adenot, der Spanier Pablo Álvarez Fernández, die Britin Rosemary Coogan, der Belgier Raphaël Liégeois und der Schweizer Marco Alain Sieber - beginnen nun eine harte, einjährige Vorbereitung auf die Astronautenlaufbahn. 

Neun Bewerber - darunter die zwei Deutschen Amelie Schoenenwald und Nicola Winter. - werden als Ersatzleute ausgebildet.

Beim Europäischen Astronautenzentrum in Köln läuft die einjährige Grundausbildung, in der die Crew Grundlagen der Naturwissenschaften und des Ingenieurwesens erlernt, Russisch paukt und auch das Training für Weltraumflüge beginnt. Anschließend durchlaufen die Neuen die etwa einjährige Aufbauausbildung, bei der sie besonders mit der Raumstation ISS vertraut gemacht werden. 

Erst in der dritten Phase der Ausbildung erhalten die Astronautinnen und Astronauten eine konkrete Mission und bereiten sich auf diese vor. Etwa anderthalb Jahre lang beschäftigen sich die künftigen Raumfahrer dann damit, wie die Experimente ihrer Mission durchgeführt werden und was wissenschaftlich dahinter steckt.

ESA Budget für die nächsten drei Jahre ist gesichert

Die Europäische Weltraumorganisation ESA will im Wettlauf mit Ländern wie China oder den USA nicht ins Hintertreffen geraten. Nach zähen Budgetverhandlungen, bei denen die ESA auf 18,5 Milliarden euro gehofft hatte, einigten sich in Paris die 22 Länder, die die ESA finanzieren, auf ein Budget von 17 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre. Die Summe ist zwar niedriger als erhofft, stellt jedoch eine Steigerung von 17 % gegenüber dem vorherigen Budget dar.

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