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Kuba: Stundenlang warten auf Sprit

Kuba: Stundenlang warten auf Sprit

Stundenlang warten Autofahrer seit Montag an Tankstellen in Kubas Hauptstadt Havanna, nachdem lokale Medien über die Rationierung von Treibstoff in mindestens einer Provinz berichteten. Eine akute  Wirtschaftskrise verknappt Lebensmittel und Medikamente auf der ganzen Insel.

Die Nachricht ging wie ein Lauffeuer herum. Die Folge: In Havanna war der restliche Kraftstoff am Sonntag schnell aufgebraucht.

„Ich bin heute Morgen seit 7 Uhr hier und jetzt ist es 11:30 Uhr, vier Stunden“, so Jorge Paez, 53, ein selbstständiger Arbeiter, der in einer nahezu kilometerlangen Schlange wartet, um sein Motorrad und seinen Beiwagen aus der Sowjetzeit aufzutanken. „Das ist eine Situation, die sich alle drei Monate wiederholt … und gelöst wird das Problem nie.“

Regierungsstellen in Kuba hatten zuvor das jahrzehntelange US-Embargo und neuere, strenge Sanktionen unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für das Ausbleiben ausländischer Treibstoffimporte verantwortlich gemacht.

Die marode Kraftstoffversorgung Kubas ist auch eine Folge der rückläufigen Inlandsproduktion, der begrenzten Raffineriekapazität und der Abhängigkeit vom Verbündeten Venezuela.

su mit AFP