Ai Weiwei, chinesischer Dissident und Künstler, zeigt erstmals eine Einzelausstellung im Dhan Mill Space von Nature Morte im Süden von Neu-Delhi in Indien. Die Schau hat am 15. Januar eröffnet und vereint Skulpturen, Installationen und Mixed-Media-Werke, die mehr als zwei Jahrzehnte seiner Laufbahn nachzeichnen. Dazu gehören auch Arbeiten, die er als persönliche Hommage an Indien geschaffen hat.
Der 68-Jährige Ai Weiwei ist weltweit dafür bekannt, Kunst mit politischer Kritik zu verbinden. Er war am Entwurf des Pekinger Olympiastadions „Vogelnest“ für die Spiele 2008 beteiligt. Später kritisierte er die chinesische Regierung offen. Diese Haltung führte 2011 zu einer Haft von 81 Tagen und zu jahrelangen Auflagen, bevor er China verließ.
Die Ausstellung fällt in eine Phase, in der Indien und China ihre Spannungen vorsichtig entschärfen. Neben der Rivalität entsteht so Raum für kulturellen Austausch. Sie läuft bis zum 22. Februar 2026.