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29.03.2019 "Letzte Chance"? Die Brexit-Presseschau

29.03.2019 "Letzte Chance"? Die Brexit-Presseschau
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REUTERS/Alkis Konstantinidis
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Eigentlich hätte Großbritannien heute aus der EU austreten sollen: der 29. März 2019 war das seit vielen Monaten festgelegte eigentliche Brexit-Datum. Doch es wird weiter verhandelt und gefeilscht. Im Parlament in London findet heute Abend eine weitere Abstimmung über das von Theresa May mit der EU ausgehandelte Abkommen statt.

Viele Pro-Brexit-Zeitungen wollen inzwischen, dass die britischen Politiker für diesen Deal stimmen. Laut Daily Mail sei dies die "letzte Chance" für den Brexit.

Die linksliberale Presse beschäftigt sich eher mit den konservativen Kabinettsmitgliedern, die Theresa May als Premierminister(in) beerben wollen. Der Druck auf die Regierungschefin steigt ständig weiter. Im GUARDIAN steht, May versuche, Zeit zu gewinnen, doch ihre Minister drängten sie zum Abgang.

Natürlich berichtet nicht nur die britische Presse über den Brexit.

In der FAZ fordert der konservative Spitzenkandidat für die Europawahl, Manfred Weber von der CSU, dazu auf, für den Brexit-Deal zu stimmen. Großbritannien müsse sich entscheiden, ob es sich „in einem vernünftigen Miteinander oder chaotisch“ von der EU trennen wolle.

"Der Standard" aus Wien schreibt:

"Theresa May, die seit Amtsantritt viele innenpolitische Fehler gemacht hat, aber den Brexit mit den 27 EU-Partnern solide und seriös aushandelt, sollte die Chance ergreifen - und sich tatsächlich selbst «opfern». Sie könnte auch im Labour-Lager aktiv dafür werben, im Unterhaus zuzustimmen und ihren Rücktritt als Premierministerin mit der Ausrufung von Neuwahlen verbinden. Macht als Lockmittel. Dann könnte der Austritt rechtzeitig vor den EU-Wahlen am 22. Mai stattfinden, die EU-27 hätten ab Sommer die Möglichkeit, sich selbst neu aufzustellen für die künftigen globalen Herausforderungen, für dringend nötige interne Reformen. (...) May hätte ihrem Land und der Europäischen Union einen großen Dienst erwiesen und den geordneten Brexit ermöglicht. Dafür müsste sie von den EU-27 einen hohen Orden bekommen."

Die taz aus Berlin beschäftigt sich mit der Lage der britischen Demokratie und

schreibt vom "No. No. No. No."

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