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50.000 unterzeichnen Petition für Assange - Demo in Berlin

50.000 unterzeichnen Petition für Assange - Demo in Berlin
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Freunde und Unterstützer von Julian Assange protestieren nach der Festnahme des Wikileaks-Gründers gegen eine mögliche Auslieferung an die USA. Auch der britische Oppositionschef Jeremy Corbyn forderte die Regierung in London zum Einspruch auf.

Zehntausende unterzeichneten Online-Petitionen, die verhindern wollen, dass der 47-Jährige den US-Behörden überstellt wird. Seine Mutter Christine Assange verwies darauf, dass der Gesundheitszustand ihres Sohns schlecht sei.

Sein australischer RechtsberaterGreg Barns sagte: "Es gab in Großbritannien einige Entscheidungen, bei denen Gerichte Anfragen aus den USA sehr vorsichtig behandelt haben. Vor allem, weil die USA gewohnheitsmäßig Auslieferungen beantragen und dann später zusätzliche Anklagen gegen diese Menschen erheben."

Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor, um ein Passwort eines Computernetzwerks der Regierung zu knacken, und fordern seine Auslieferung. Ein Londoner Gericht hatte Assange wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen schuldig gesprochen.

Ravina Shamdasani ist Sprecherin der UN-Menschenrechtskommission: "Wir verfolgen diesen Fall. Wir erwarten von allen beteiligten Behörden, dass sie im Fall Assange seine Prozessrechte in vollem Umfang beachten. Das gilt auch für ein faires Verfahren bezüglich einer Auslieferung."

Vor der britischen Botschaft in Berlin demonstrierten am Freitag Dutzende Menschen ihre Unterstützung für den Australier. Die Partei Die Linke hatte dazu aufgerufen. Sie forderte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel auf, Assange politisches Asyl zu gewähren.

Mit den Vorwürfen der US-Justiz soll sich das zuständige Gericht in London am 2. Mai befassen. In den USA drohen Assange bis zu fünf Jahre Haft.