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Langeoog gegen den Klimawandel

Langeoog gegen den Klimawandel
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APTN
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Für die Menschen auf der Nordsee-Insel Langeoog ist Klimapolitik längst eine Überlebensfrage. Die Insel schrumpft, weil der Meeresspiegel steigt, unübersehbar.

Sturmfluten nagen immer heftiger und häufiger an der Küste, allen Bemühungen gegen die Erosion zum Trotz. Michael Recktenwald und seine Familie wollten deswegen die EU verklagen, wegen zu niedriger Klimaziele. Sie wurden jedoch in erster Instanz abgewiesen und planen nun, vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu ziehen. Ihr Kampf stößt auf ein breites Echo.

Michael Recktenwald: "Also ich denke das Bewusstsein stiegt ganz deutlich, und es ist tatsächlich so, dass uns extrem viele Menschen ansprechen, also Fremde, Gäste, Freunde, sowie Leute, von denen wir noch nie gehört haben und die uns E-Mails schreiben, uns Mut machen und sagen, wir sollen weitermachen. Das ist doch wirklich in der breiten Öffentlichkeit angekommen das Thema."

Michael Recktenwald, will EU zur Erhöhung ihrer Klimaziele verklagen

Im Europawahlkampf spielte es eine zentrale Rolle Dazu beigetragen haben unter anderem die Freitagsprotese für mehr Klimaschutz. Auch auf Langeoog. Für die bei Urlaubern bliebte autofreie Ferieninsel bedeutet Klimaschutz letztlich das wirtschaftliche Überleben, wie Bürgermeister Uwe Garrels betont.

"Da wir nicht wissen, wie sich der Klimawandel tatsächlich konkret auswirkt, dass es ihn aber gegen wird, das ist sehr sicher, ist es zwingend notwendig, vorbeugend zu handeln. Und das können wir alle heute schon tun, ohne, dass wir dabei ums Leben kommen."

Michael Recktenwald, der selbst keiner politischen Partei angehört, hofft dass die EU-Politiker auf die Wähler hören und entschlossen gegen die globale Erwärmung vorgehen werden. Seine Familie lebt seit vier Generationen auf der ostfriesischen Insel. Das soll auch seinen Kindern vergönnt sein.