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Iran: Frauen dürfen zum Fußball

Iran: Frauen dürfen zum Fußball
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Fast 40 Jahre war iranischen Frauen der Besuch von Fußballspielen in Stadien nicht gestattet. Das ändert sich an diesem Donnerstag, wenn die iranische Nationalmannschaft in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 auf Kambodscha trifft. Auf vier Sondertribünen im Teheraner Asadi-Stadion werden mehr als 3500 Frauen Platz nehmen, die Eintrittskarten waren innerhalb weniger Minuten vergriffen.

Für Empörung hatte Mitte März die Festnahme einer Iranerin gesorgt, die sich als Mann verkleidet in ein Fußballstadion eingeschlichen hatte und geschnappt worden war. In der Nähe des Gerichtgebäudes übergoss sich die 29-Jährige mit Benzin und zündete sich an. Sie erlag wenige Tage später ihren Verbrennungen.

Gianni Infantino, Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, drohte dem Iran mit dem Ausschluss von der WM 2022, sollten Frau nicht ins Stadion gelassen werden - und zwar bereits vor dem tödlichen Zwischenfall.

Demonstranten forderten eine Beibehaltung des Eintrittsverbotes für Frauen. Sie argumentieren, die Atmosphäre in einem Fußballstadion verletzte die weibliche Würde.