Der in Russland wegen Spionageverdacht inhaftierte US-Amerikaner Paul Whelan muss bis zu Prozessbeginn in Haft bleiben. Whelans Anwälte hatten beantragt, ihm Hausarrest zu gewähren.
Der in Russland wegen Spionageverdacht inhaftierte US-Amerikaner Paul Whelan muss bis zu Prozessbeginn in Haft bleiben. Whelans Anwälte hatten beantragt, ihm Hausarrest zu gewähren. Ein Gericht in Moskau lehnte das ab.
Whelan durfte an der Anhörung nicht persönlich teilnehmen. Zu den Gründen machte das Gericht keine Angaben. Er hatte sich in der Vergangenheit über Misshandlungen während der Haft beschwert.
Whelans Anwalt, Wladimir Zherebenkow, will Berufung einlegen. "Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind auf einem Tiefpunkt und diejenigen, die darunter leiden, sind die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Ich schließe in diesem Fall gar nichts mehr aus. Wir hoffen auf eine positive Entscheidung und auf einen fairen Prozess. Paul muss freigeprochen werden, es gibt keine Beweise gegen ihn."
Der mutmaßliche US-Spion Whelan war Ende Dezember in Moskau festgenommen worden. Er soll nach Darstellung des Inlandsgeheimdienstes FSB als Spion auf frischer Tat ertappt worden sein. Er hatte demnach geheime Daten auf einem USB-Stick bei sich. Whelan besitzt neben der amerikanischen Staatsbürgerschaft auch die britische, irische und kanadische. Er bestreitet den Spionagevorwurf.
Zherebenkow verlangte von einem der Länder, sich für einen Gefangenenaustausch einzusetzen.