Bosnien löst Elendslager Vucjak auf

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Von Julika Herzog mit dpa and AP
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Die rund 600 Bewohner des Lagers zehn Kilometer außerhalb der nordwestbosnischen Stadt Bihac sollen in den kommenden drei Tagen in eine ehemalige Kaserne bei Sarajewo gebracht werden.

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Bosnien löst Elendslager Vucjak aufDie rund 600 Bewohner des Lagers zehn Kilometer außerhalb der nordwestbosnischen Stadt Bihac sollen in den kommenden drei Tagen in eine ehemalige Kaserne bei Sarajewo gebracht werden.

Die bosnische Polizei bringt immer noch Flüchtlinge in das improvisierte Lager Vucjak - obwohl es aufgelöst werden soll. Die rund 600 Bewohner des Lagers zehn Kilometer außerhalb der nordwestbosnischen Stadt Bihac sollen in den kommenden drei Tagen in eine ehemalige Kaserne bei Sarajewo gebracht werden.

Vucjak erlangte durch seine schlimmen Zustände - Zelte ohne feste Böden, fehlende Toiletten und keine Strom- und Wasseranschlüsse, fehlende Heizmöglichkeiten - zweifelhafte Berühmtheit.

Das Camp hatte die Gemeinde Bihac im letzten Juni auf dem Terrain einer ehemaligen Mülldeponie eingerichtet, um den gestiegenen Andrang von Migranten und Flüchtlingen zu bewältigen, die in der Grenzregion zum EU-Land Kroatien feststeckten. EU-Offizielle pochten zuletzt auf die unverzügliche Schließung des Elendscamps.

"Wir werden regelmäßig Leute zu dem Lager in Blazuj bei Sarajewo transportieren. Nicht jeden Tag, denn das wäre zu teuer, aber wir werden regelmässig Transporte organisieren - das müssen wir", so Peter Van der Auweraert, der Leiter des Bereichs westlicher Balkan der Internationalen Organisation für Migration.

Die Grenze des EU-Mitglieds Kroatien ist jedoch 300 Kilometer von Sarajewo entfernt. Dewegen wollen viele der Bewohner in Vucjak bleiben, ohne Toilette, Heizung oder Trinkwasser, aber mit der Hoffnung sich über die nahe Grüne Grenze weiter in die wohlhabenden EU-Länder durchzuschlagen.

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