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Neuer Rekord: Frankreichs längster Streik seit 1986

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Neuer Rekord: Frankreichs längster Streik seit 1986
Copyright  AP Photo/Michel Euler   -   Michel Euler
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Der Dauerstreik in Frankreich hat an diesem Donnerstag eine neue historische Rekordmarke überschritten: Bereits 29 Tage dauert der Ausstand aus Protest gegen die geplante Rentenreform der französischen Regeiurng und ist damit der längste Streik im französischen Verkehrsystem seit mehr als 30 Jahren.

  • 28 Streiktage waren es Im Winter 1986 für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, damals unter Premier Alain Juppé
  • 1995 wurde 22 Tage gegen die Sozialreform des damaligen Präsidenten Jacques Chirac gestreikt.

2018 kamen die französischen Eisenbahner sogar auf 36 Streiktage gegen die geplante Bahnreform - allerdings nicht am Stück sondern jeweils zwei Tage die Woche über drei Monate vereiteilt.

Screenshot Euronews

Nur 1968 war größer

Somit stellt der aktuelle Protest alle Vorgänger in den Schatten, das bewegte Protestjahr 1968 samt Studentenrevolte und erstem Generalstraik überhaupt ausgenommen. Ein gemeinsamer Nenner aller Dauertstreiks bislang: Jedes Mal gab die französische Regirung nach.

Ein Ausweg aus der aktuellen Krise ist nicht in Sicht. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will hart bleiben. Die Rentenreform werde umgesetzt, versprach er am Silvesterabend in der traditionellen Neujahrsansprache.

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Nächster Massenprotest: 9. Januar

Die Regierung wird erst am 7. Januar wieder mit den Sozialpartnern zusammenkommen. Die CGT und andere Gewerkschaften hatten schon Mitte Dezember einen neuen Massenprotest am 9. Januar angekündigt.

Derweil ist im französischen Fernverkehr zum Wochende laut Bahngesellschaft SNCF eine graduelle Vebessererung in Sicht. Zwei von drei TGvs seien in Betreib, so TGV-Produktionsdirektor Pierre Matuchet, ab Samstag verkehrten Züge nach Lyon, Marseill und Lille nahezu normal - ab Sonntag kämen Metz, Nancy, Strassburg und Luxenburg hinzu.

An diesem Wochenende ist erneut mit großem Passagieraufkommen zu rechnen. Um Last-Minute-Reservierungen zu vereinfachen, stellte die Bahn den Verkauf von 100.000 Tickets zu "attraktiven" Fest-Preisen in Aussicht.