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Raumsonde "Solar Orbiter" von ESA und NASA ist auf dem Weg zur Sonne

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Solar Orbiter vor der Sonne, Symbolbild
Solar Orbiter vor der Sonne, Symbolbild   -  
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NASA/AP
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Gemeinschaftsprojekt von ESA und NASA

Die Raumsonde "Solar Orbiter" ist auf dem Weg zur Sonne. Am frühen Montagmorgen hob das Gemeinschaftsprojekt von ESA und NASA an Bord einer Atlas-V-Rakete von Cape Canaveral aus ab.

In zwei Jahren wird sie schließlich auf ihrer Position auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne ankommen. Dann wollen die Forscher unter anderem die Sonnenwinde und das Magnetfeld unseres Zentralgestirns genau unter die Lupe nehmen. Dafür lassen sie zum ersten Mal überhaupt eine Raumsonde zu den Polen der Sonne fliegen.

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ESA-Flugbetriebsleiter Paolo Ferri im Gespräch mit EuronewsEuronews

Denn die sind für die Forscher besonders interessant. Paolo Ferri gehört zum Team, das die Sonde von Darmstadt aus steuert. Er sagte uns: "Wir kennen Phänomene wie den Sonnenwind oder das Magnetfeld der Sonne, das mit dem Magnetfeld der Erde interagiert. Diese Prozesse kennen wir von der Erde, aber wir wissen nicht, wie sie entstehen auf der Sonne. Und die Wissenschaftler vermuten, dass die unterschiedliche Rotation der äquatorialen Regionen der Sonne und der Polarregionen der Sonne zum Beispiel das Magnetfeld verursacht."

Diese Prozesse zu verstehen sei wichtig, da sie das Leben auf der Erde in vielfacher Weise beeinflussen, so Ferri. "Der Sonnenwind ist ein Flux von geladenen Teilchen, die zum Beispiel mit unserer Elektronik interagieren, mit den Stromleitungen, die hohe Strahlenbelastungen für Passagierflugzeuge verursachen können.

Ein Orbiter genannt "Solo"

Der Orbiter, unter ESA-Mitarbeiter kurz "Solo" für "Solar Orbiter" genannt, wird bis auf 42 Millionen Kilometer an die Sonne herankommen. Vor den dort herrschenden Temperaturen von bis zu 600 Grad werden er und vor allem seine zehn Instrumenten von einem Hitzeschild geschützt.

Die Mission ist zunächst für sieben Jahre ausgelegt. Was danach mit "Solo" passiert, ist noch unklar. Eine Fortsetzung der Mission ist laut Ferri ebenso denkbar wie ein Absturz auf der Venus.

Sehen Sie hier unser gesamtes Gespräch mit Paolo Ferri

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