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Wahlbeobachter kritisieren Parlamentswahl in Tadschikistan

In der islamisch geprägten Republik Tadschikistan in Zentralasien haben am Sonntag unter Kritik internationaler Wahlbeobachter Parlamentswahlen stattgefunden.

Rund 4,9 Millionen Einwohner der von Präsident Emomali Rachmon mit harter Hand geführten Ex-Sowjetrepublik waren aufgerufen, 63 Abgeordnete für die kommenden fünf Jahre zu bestimmen.

Experten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hielten vor dem Urnengang fest, dass in dem Land der "Respekt für die grundlegenden Freiheiten" weiter nachgelassen hätte. Es gebe weder eine richtige Opposition noch unabhängige Medien.

Die zentrale Wahlkommission in der Hauptstadt Duschanbe gab die Wahlbeteiligung bereits Stunden vor Schließung der Wahllokale mit mehr als 75 Prozent an.

In dem Hochgebirgsland an der Grenze zu Afghanistan liegt die ganze Macht bei Präsident Rachmon, der seit mehr als 25 Jahren regiert. Viele Oppositionelle und Menschenrechtler sitzen in Tadschikistan im Gefängnis.