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Irrwege an türkisch-griechischer Grenze

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Irrwege an türkisch-griechischer Grenze
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Die Syrerin Sabah Radwan hofft auf einen Weg in die Europäische Union für sich selbst und ihre Kinder. Doch dieser Weg ist im Moment blockiert.

Radwan sagt, sie habe die Nacht im Freien in der Nähe eines türkischen Grenzübergangs zu Griechenland verbracht .

Ihr Sohn, Taha, leidet unter dem Down-Syndrom. Sabha erklärt, er könne in der Türkei nicht richtig versorgt werden. Deshalb suchen sie nach einem neuen Zuhause. Aber jetzt sitzen sie an einem Ort fest, an dem keins in Sicht ist.

Sabah Radwan war der Verzweiflung nahe: "Warum haben sie uns gesagt, dass wir hierher kommen sollen, wenn wir feststellen, dass die Grenzen geschlossen sind. Sie sollen uns gehen lassen, weil sie gesagt haben, dass jeder, der gehen will, gehen kann."

Türkische Behörden greifen offenbar ein

Migranten beschweren sich darüber, dass die türkischen Behörden ihre Bewegungen in Richtung der Grenze einschränken.

Euronews-Korrespondentin Kristina Jovanoski kommentierte im Grenzgebiet: "Es sind Menschen aus der ganzen Welt hier. Syrer, Somalier, Afghanen. Sie sagen, dass die Straßen von beiden Seiten in Richtung Griechenland von der Polizei blockiert werden. Also sitzen sie hier fest und versuchen, einen Weg in die Europäische Union zu finden."

Unterwegs im Niemandsland

Die Polizei griff Migranten auf, die sich in diesem Bereich am Straßenrand aufhielten. Die Migranten sagten, dass sie nicht sicher seien, wohin sie gebracht werden. Anschließend verbot die Polizei die Dreharbeiten.

Abdulhameed al-Mohammad aus Syrien sagt, seine Familie sei zur Grenze gefahren. Er berichtet, die Polizei habe ihnen gesagt, sie sollten aus ihren Autos aussteigen. Sie waren gezwungen, zu Fuß zur Grenze zu gehen.

Al-Mohammad, der in Syrienals Arzt gearbeitet hat, sagte weiter: "Sie haben uns schlecht behandelt. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist eine wirklich schlechte Behandlung. Kannst du dir vorstellen, dass sie Kinder 20 Kilometer zu Fuß gehen lassen? Wir sind mit dem Auto gekommen und haben das Auto bezahlt. 20 Kilometer weiter hielten sie uns an und wir mussten zu Fuß gehen."

"Wir sind hoffnungslos"

Sein Cousin Ibrahim sagt, dass sie nur nach einem besseren Leben für ihre Kinder suchen: "Wir sind hoffnungslos, wir sind hoffnungslos. Die Grenzen sind geschlossen, und kein Land nimmt uns auf. Es gibt kein Land, das das syrische Volk akzeptiert. Wir suchen nur nach einem sicheren Ort."

Sabah ist ihrem Ziel ein Stück näher gekommen. Sie hat es schließlich über die Zäune der Türkei hinaus geschafft. Jetzt hofft sie, die Zäune der Europäischen Union zu überwinden.

Abschließend erzählt sie der Euronews-Reporterin: "Nach Hause? Ich habe kein Zuhause. Ich habe nichts, wohin ich zurückgehen könnte. Wenn ich zurück gehe, muss ich von vorne anfangen. Wie kann ich da zurückgehen? Für meinen Sohn und mich wäre es besser nach vorne zu schauen."