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Hongkong kontrolliert Quarantäne mit elektronischen Armbändern

Ein Mann in einem Bus in Hongkong, 17. März 2020.
Ein Mann in einem Bus in Hongkong, 17. März 2020.   -   Copyright  Vincent Yu/AP
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Die Behörden in Hongkong haben bestätigt, dass sie die Bewegungen von Personen in Quarantäne mit elektronischen Armbändern überwachen.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone sind seit Anfang Februar mehr als 50.000 Menschen in häusliche Quarantäne geschickt worden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Eine generelle Ausgangssperre gibt es nicht.

Wie das Ministerium für Innovation und Technologie am Mittwoch mitteilte, waren die Armbänder Mitte der Woche an rund 5.000 Personen, die vom chinesischen Festland und anderen Risikogebieten zurückgekehrt sind, testweise verteilt worden. Es seien aber insgesamt 60.000 vor Ort produziert worden, die in den folgenden Tagen ausgeliefert werden.

Mithilfe einer App soll so gesichert werden, dass diejenigen, die unter häuslicher Quarantäne stehen, diese auch streng einhalten. Sollte das nicht der Fall sein, werden Gesundheitsbehörden und Polizei darauf aufmerksam gemacht.

Die Armbänder mit integriertem Chip sind wasserfest und tragen die Aufschrift "Stay Home Safe" (In Sicherheit zuhause bleiben). Zusätzlich werten die Behörden Handydaten bezüglich der Lokalisierung von Whatsapp und WeChat aus.

Die Auswertung von Handydaten wird in vielen europäischen Ländern zur Überwachung der Quarantäne genutzt, darunter Österreich. Datenschützern kritisieren, dass Kundinnen und Kunden nicht über den Datenabgriff informiert werden.

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam sagte, andere persönliche Daten über den Träger würden nicht gesammelt.

Ein Journalist von Bloomberg News schreibt auf Twitter, dass er sein elektronisches Armband für 14 Tage tragen muss. Hong Kong wolle so die zweite Welle des Coronavirus-Ausbruchs aufhalten. "Es muss getan werden", so Jeff Black.

Bei den meisten Menschen verursacht SARS-CoV-2 nur leichte oder mäßige Symptome wie Fieber und Husten.

Bei einigen, vor allem älteren Erwachsenen und Menschen mit bestehenden Gesundheitsproblemen, kann es schwerere Erkrankungen, einschließlich Lungenentzündung, verursachen.

Die große Mehrheit der Menschen erholt sich von dem Virus.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation erholen sich Menschen mit leichter Krankheit in etwa zwei Wochen, während es bei Menschen mit schwereren Erkrankungen drei bis sechs Wochen dauern kann, bis sie sich erholen.

Wie aus der Statistik der John Hopkins University hervorgeht, haben sich weltweit mittlerweile rund 245.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, mehr als 10.000 sind gestorben.