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Bosnien: Migranten suchen in Wäldern nach Essen

In Bosnien spitzt sich die Lage für viele Migrantinnen und Migranten zu. Der Regen und kalte Temperaturen setzen den Hunderten Flüchtlingen zu, die in provisorischen Zeltlagern in Wäldern leben.

Die örtlichen Behörden in der nordwestlichen Region Krajina hatten im vergangenen Monat angeordnet, sie aus den städtischen Gebieten zu vertreiben und aus den UN-Aufnahmezentren zu werfen.

Krajina liegt an der 1.000 Kilometer langen Grenze zwischen Bosnien und dem EU-Mitlgied Kroation.

Die örtlichen Behörden sagen, dass sie die Hauptlast des Migrationsproblems tragen und dass andere Teile des Landes nicht eingreifen und helfen.

Die EU hat Bosnien bisher 60 Millionen Euro an Notmitteln zur Verfügung gestellt, insbesondere für sieben Migrantenzentren, darunter mehrere in Krajina.

Hilfsorganisationen und Freiwillige, die Migranten vor Ort in Krajina helfen, warnen jedoch davor, dass die Situation schnell krisenhafte Ausmaße annehmen könnte.

Die Zahl der Migranten, die in den Wäldern nach Nahrung durchsuchen und in den bereits eiskalten Flüssen baden, wächst weiter.

Bosnien wurde im Jahr 2017 zur Anlaufstelle für Tausende von Migranten aus dem Nahen Osten, Asien und Nordafrika, die ein besseres Leben in Europa suchen, als andere Nationen ihre Grenzen schlossen.