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Protest gegen A49: "Autobahn-Ausbau überall stoppen"

Protest vor der hessischen Landesvertretung in Berlin
Protest vor der hessischen Landesvertretung in Berlin   -   Copyright  TOBIAS SCHWARZ/AFP or licensors
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Rückenwind hat die Protestaktion gegen den Ausbau der A49 in Hessen an diesem Wochenende von der Grünen-Spitze in Berlin bekommen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung fordern Annalena Baerbock und Anton Hofreiter einen Baustopp für alle Autobahnen und Bundesstraßen. "Der Weiterbau der A49 ist verkehrspolitisch, umweltpolitisch und klimapolitisch falsch. (...) Der Bund muss den Weiterbau der A49 jetzt stoppen, damit die wertvollen Bäume stehen bleiben können", meint Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock.

Zur Protestkundgebung an diesem Sonntag am Dannenröder Forst sind trotz des kalten und regnerischen Wetters laut Polizeiangaben etwa 2.000 TeilnehmerInnen zu einem Feld im Homburger Stadtteil Dannenrod gekommen.

Schon am Samstag hatte es eine Fahrraddemo gegen die Rodung der 27 Hektar Wald gegeben, die zur Zeit auch von einem Protestcamp mit Baumhäusern besetzt sind. In der vergangenen Woche hatte die Polizei versucht, die Baumhäuser zu räumen. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit den Widerstand leistenden Besetzern.

An diesem Sonntag blieb alles friedlich.

Laut einem Tweet der Polizei Mittelhessen waren zahlreiche Protestierende mit dem Auto angereist, um gegen den Autobahnausbau zu protestieren.

Die Argumente für den Ausbau der A49 sind kürzere Wege für Pendlerinnen und Pendler, weniger Verkehrslärm in den Dörfern an den Bundesstraßen und eine verbesserte Verkehrsstruktur für die Betriebe in Nordhessen.

Hessische Grüne weiter im Kreuzfeuer der Kritik

Auf Twitter hat die Fraktionsvorsitzende der LINKEN im hessischen Landtag, Janine Wissler, einen Text aus dem Jahr 2014 veröffentlicht, in dem die Grünen zusammen mit der CDU die Finanzierung des Autobahnausbaus beantragen.

Damit geraten die hessischen Grünen noch weiter unter Druck. Die Grünen in Wiesbaden hatten auf die Intitiative der Bundespartei gegen den Ausbau weiterer Autobahnen geantwortet, der Verkehrsminister in Berlin sei der richtige Ansprechpartner für den Streit um die A49.

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