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Bergkarabach: Leben mit dem Krieg

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Bergkarabach: Leben mit dem Krieg
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Seit Samstagmittag gilt in Berg-Karabach eigentlich eine Waffenruhe. trotzdem beschuldigen sich beide Seiten weiterzukämpfen. Ashot Agmajanian's Haus wurde Samstag gegen Mitternacht beschossen. Er wohnt in Stepanakert, das von Armenien als Hauptstadt der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach beansprucht wird. Für Aserbaidschan heißt die Stadt Khankendi.

Seit die Gefechte Ende September wieder aufflammten, heulen die Sirenen öfter. Bergkarabach ist seit dem Ende der Sowjetunion zwischen Armenien und Aserbaidschan umstritten. Doch so schlimm wie jetzt war es seit Jahrzehnten nicht mehr.

Dabei hatten viele gehofft, dass die Kämpfe ein Ende haben könnten. "Als wir jünger und unsere Kinder noch klein waren, haben wir gehofft, dass der Krieg vorbei ist", so eine ältere Frau. "Jetzt sind unsere Kinder erwachsen und in denselben Krieg gezogen."

Bergkarabach: "Werden unsere Truppen nicht zurückziehen"

In den Straßen sind die Spuren der Kämpfe deutlich zu erkennen. Eigentlich sollte die Waffenruhe den Weg für Friedensverhandlungen ebnen. Aserbaidschan verlangt von Armenien dafür jedoch, Bergkarabach aufzugeben, was die selbsternannten Republik ausschließt.

Arayik Harutjunjan, Präsident der selbsternannten Republik Bergkarabach: "Wir werden unsere Truppen nicht zurückziehen und unseren Kampf weiterführen. Wir fordern friedliche Verhandlungen und dass diese Probleme entsprechend der Vorgaben der Minsk-Gruppe gelöst werden."

Ob es dazu kommen wird ist angesichts der Verstöße gegen die Waffenruhe unklar. Auf armenischer Seite sollen bisher bereits mehr als 400 Soldaten gefallen sein.