Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Europa kurz vor dem Impfstart, in Deutschland gehen die Zahlen zurück

euronews_icons_loading
Europa kurz vor dem Impfstart, in Deutschland gehen die Zahlen zurück
Copyright  David Goldman/Copyright 2020 Associated Press
Schriftgrösse Aa Aa

Das Robert Koch-Institut meldet am 26. Dezember für die vergangenen 24 Stunden 14.455 Neuinfektionen in Deutschland und 240 weitere Todesfälle.Die Zahlen sind deutlich niedriger als in den vergangenen Tagen - was aber vor allem an den Feiertagen liegt.

Über Weihnachten werden weniger Tests durchgeführt, zudem übermitteln weniger Gesundheitsämter ihre Daten. Die 7-Tage-Inzidenz betrug am Samstag 170,7, am Vortag hatte sie noch bei 188,8 und davor bei 200 gelegen.

Am Samstag vor einer Woche waren es noch 31.300 Neuinfektionen. Der Höchststand von 952 Corona-Toten wurde am 16. Dezember verzeichnet.

Inzwischen sind einen Tag vor Beginn der Impfungen die ersten Impfstoffdosen in einzelnen Bundesländern eingetroffen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor möglichen Anlaufschwierigkeiten der Impfaktion gewarnt.

Frankreich

In der zentralfranzösichen Stadt Tours ist ein erster Ansteckungsfall mit der neuen Coronavirus-Variante aus Großbritannien in Frankreich nachgewiesen worden. Die infizierte Person, ein Franzose mit Wohnsitz in London, hat keine Symptome und befindet sich in häuslicher Isolation.

Die neue Variante des Coronavirus gilt als ansteckender, aber nicht als gefährlicher.

Auch in Deutschland war an Heiligabend ein erster Fall des mutierten Virus in Deutschland nachgewiesen worden. Die Frau war am 20. Dezember von London-Heathrow nach Frankfurt geflogen. Im Test-Center am Flughafen wurde sie per Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet. Sie befindet sich in Baden-Württemberg in häuslicher Isolation.

Spanien

Im Pflegeheim San Pedro im nordspanischen El Astillero feiern die 70 Bewohner Weihnachten, abgeschirmt wegen strenger Corona-Beschränkungen.

Allein in den ersten drei Monaten der Pandemie waren mehr als 20.000 Menschen in spanischen Pflegeheimen gestorben. Knapp 50.000 sind es mittlerweile in Spanien insgesamt. Im Herbst waren die Infektionszahlen trotz zusätzlicher Vorsichtsmaßnahmen im ganzen Land erneut in die Höhe geschnellt.

Im Pflegeheim San Pedro hat es bisher keine Covid-19-Fälle gegeben, dennoch liegt eine Trauer über diesem Weihnachtsfest, weil die Bewohner ihre Töchter, Neffen und Enkelkindern wenn überhaupt, nur kurz hinter einer Plexiglasscheibe sehen können.

Aber es gibt auch Hoffnung: Die Impfung der Pflegeheimbewohner und des Personals soll auch hier am 27. Dezember beginnen.

Griechenland

In Griechenland sind die ersten 9.750 Impfstoff-Dosen gegen das Coronavirus eingetroffen. Sie kamen auf dem Landweg und überquerten die bulgarische Grenze im Norden am Freitagabend. Der Transporter wurden von sechs Polizeiautos eskortiert, wie ein an der Grenze aufgenommenes Video zeigt.

Die Impfungen werden am Sonntag in fünf Athener Krankenhäusern mit dem Gesundheitspersonal und älteren Bewohnern von Pflegeheimen beginnen.

Griechenlands Präsident, Ministerpräsident und insgesamt 42 Regierungs-, Militär- und Polizeibeamte, die für das Funktionieren des Staates als wichtig erachtet werden, sowie Oppositionsführer werden in den ersten Tagen ebenfalls geimpft werden.

Das Land befindet sich in einem strengen Lockdown. Die griechische Regierung hatte eine zusätzliche Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens verhängt, die über die Feiertage bis einschließlich Silvester gilt. Nur neun Personen aus zwei Familien durfen sich treffen, um zusammen Weihnachten zu feiern.

Italien

Die Italien zugeteilten 9.750 Dosen des Impfstoffs von BioNTech-Pfizer trafen ebenfalls am Freitagabend auf dem Landweg von Belgien über die Brennergrenze zu Österreich ein. Eine Polizeistreife der Carabinieri begleitete den Lieferwagens mit den medizinischen Hilfsgütern am Grenzübergang, bevor sie ihn über die Autobahn nach Rom eskortierten.

Der Impfstoff von der deutschen Pharmafirma BioNTech und dem amerikanischen Arzneimittelhersteller Pfizer ist bereits in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada und anderen Ländern im Einsatz.

Die ersten Dosen werden aus dem Krankenhaus Spallanzani für Infektionskrankheiten in Rom in ganz Italien verteilt.

Zuletzt hatten 500 italienische Familien aus Bergamo, das während er ersten Pandemie-Welle ein besonders stark betroffener Hotspot war, die Regionalregierung und die Regierung in Rom auf Schadensersatz verklagt. In der Region Lombardei, in der Bergamo liegt, sind seit Beginn der Pandemie mehr als 24.500 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.