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500 Neuankömmlinge pro Nacht: Flüchtlingskrise am Rio Grande

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Von Euronews mit afp
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Flüchtlinge an der Grenze zwischen den USA und Mexiko
Flüchtlinge an der Grenze zwischen den USA und Mexiko   -   Copyright  ED JONES/AFP or licensors
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Die texanische Kleinstadt Roma liegt direkt am Rio Grande. Auf der anderen Seite des Flusses: Mexiko. Und so ist die 11.000-Einwohner-Stadt mit den Jahren zum Hauptanlaufpunkt für Migranten aus Mittelamerika geworden.

500 Flüchtlinge pro Nacht

Seit Joe Bidens Amtsantritt werden es wieder mehr – manchmal überqueren bis zu 500 Menschen pro Nacht den Fluss. In Roma sorgt das für gemischte Gefühle.

Bürgermeister Jaime Escobar sagt: "Wir haben Mitgefühl mit den Einwanderern, weil wir ähnliches erlebt haben. Ihre Geschichte ist auch unsere, die meisten von uns sind Einwanderer. Die einzige Sorge, die ich als Bürgermeister habe, ist, dass die Flüchtlingsmassen zu einem wachsenden Problem werden, das wir nicht kontrollieren können.“

Die meisten Migranten kommen aus Honduras, Guatemala und El Salvador – sie flüchten vor Hunger, Gewalt und Armut. Vor den Türen mancher Häuser in Roma finden sie nachts Wasser und Lebensmittel, von den Bewohnern für sie abgestellt.

Auch unter Joe Biden nicht willkommen

Doch willkommen sind sie in den USA auch unter Joe Biden nicht. Die meisten werden vom Grenzschutz abgefangen und direkt wieder zurückgeschickt. Viele Bewohner Romas fordern: Ihr Land sollte die Migranten aufnehmen.

"Die USA waren schon immer ein Schmelztiegel und wir sollten auch weiter Menschen aus der ganzen Welt aufnehmen. Es gibt keinen Grund, warum wir sie nicht willkommen heißen sollten. Diese Menschen wollen arbeiten", sagt Noel Benavides, der ein texanisches Hut- und Stiefelgeschäft führt. "Wenn wir all diejenigen wegschicken würden, die illegal hier sind, würde unser Land gar nicht funktionieren."

Im Februar wurden fast 100.000 Einwanderer ohne Papiere an der Grenze zwischen den USA und Mexiko aufgegriffen. Nur unbegleitete Minderjährige dürfen bleiben - anders als unter Donald Trump. Deshalb schicken immer mehr Familien ihre Kinder allein los. Für die Behörden wird das zum immer größeren Problem.