Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

"Alarmstufe rot": Joe Biden warnt vor den Folgen des Klimawandels

Access to the comments Kommentare
Von Euronews mit dpa
euronews_icons_loading
US-Präsident Joe Biden bei einer Rede im New Yorker Stadtteil Queens
US-Präsident Joe Biden bei einer Rede im New Yorker Stadtteil Queens   -   Copyright  euronews
Schriftgrösse Aa Aa

Nach den extremen Regenfällen infolge des Hurrikans “Ida” hat US-Präsident Joe Biden die Katastrophengebiete besucht. Der Nordosten der USA, mit den Bundesstaaten New Jersey und New York, war am schwersten von den Überschwemmungen betroffen. Dutzende Menschen starben.

Biden warnte in drastischen Worten vor den Folgen des Klimawandels. Die rasant fortschreitenden Veränderungen des Klimas entsprächen der "Alarmstufe rot". Das Land und die Welt seien in Gefahr. Das sei keine Übertreibung, sondern eine Tatsache, sagte der 78-Jährige bei einem Besuch im New Yorker Stadtteil Queens.

Man hat uns gewarnt, dass die Wetterextreme im Laufe des Jahrzehnts immer extremer werden würden, das erleben wir jetzt in Echtzeit. Um uns herum, in so vielen Gemeinden, können wir die Zerstörungen und den Kummer sehen und fühlen – das muss man nicht verstehen, man kann es fühlen, man kann es schmecken und man kann es sehen.
Joe Biden
US-Präsident

UN-Weltklimakonferenz in Glasgow

Biden kündigte an, er wolle auch an der UN-Weltklimakonferenz im November im schottischen Glasgow teilnehmen. Es blieb allerdings zunächst offen, ob er persönlich anreisen oder sich online dazu schalten lassen will. Biden hat den Kampf gegen den Klimawandel zu einem der wichtigsten Ziele seiner Regierung erklärt.

Hurrican "Ida" kostet 10 Milliarden Dollar

Die verursachten Schäden durch den Hurrikan dürften die US-Regierung einer Schätzung des Haushaltsamtes (OMB) zufolge umgerechnet rund 8,3 Milliarden Euro kosten.

Die Regierung fordert den Kongress mit dem Entwurf eines Nachtragshaushaltes dazu auf, 14 Milliarden US-Dollar zur Bewältigung der Kosten für Naturkatastrophen der vergangenen 18 Monate zu bewilligen. Dabei gehe es um die Zeit vor "Ida", also unter anderem um die Folgen der Hurrikans "Laura" und "Delta" sowie die Wald- und Buschbrände im Westen der US, hieß es.

Kongress-Entscheidung: Regierung auf Republikaner angewiesen

Der Kongress solle die zusätzlichen Mittel für den Katastrophenschutz und die Bemühungen zum Wiederaufbau mittels eines Nachtragshaushaltes bewilligen, forderte ein leitender Mitarbeiter des Haushaltsamts.

Ob und in welchem Umfang der Kongress dem Antrag der Regierung zustimmen wird, ist noch offen. Präsident Joe Bidens Demokraten kontrollieren das Repräsentantenhaus, im Senat dürften sie jedoch auch auf die Zustimmung einiger Republikaner angewiesen sein.