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Dieser Türke verdient seit 11 Jahren sein Geld mit Schlägen und Tritten

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Von Alexandra Leistner  & Fatih Yetim  mit Anadolou
Der Stress-Coach will anderen helfen, Frust abzubauen. Und hat dafür zahlreiche Strategien.
Der Stress-Coach will anderen helfen, Frust abzubauen. Und hat dafür zahlreiche Strategien.   -   Copyright  Anadolu

Manch eine:r meditiert, ein:e andere:r macht Sport oder schreit in sein Kissen und einige bauen offenbar Stress ab, indem sie auf jemanden einprügeln. Damit darunter aber niemand leidet hat sich Hasan Rıza Günay eine ganz legale Alternative überlegt.

Als erster registrierter "Stress-Coach" der Türkei verdient er seit 11 Jahren sein Geld damit, von Kund:innen getreten und geboxt zu werden. Auf seinen Titel hat er sogar ein Patent angemeldet. Inspiriert war er nach eigenen Angaben von dem Film Şark Bülbülü, in dem sich der Schauspieler Kemal Sunal freiwillig verprügeln ließ.

Kund:innen kommen zu ihm mit Problemen wie Depressionen, Panikattacken oder einfach Überlastung aufgrund ihres Alltags. 

Eine Session mit Günay dauert zwischen 10 und 15 Minuten und pro Tag nimmt er zwei bis vier Kund:innen an. Er präzisiert aber, dass er nicht alle Anfragen annimmt. Wenn er das Gefühl hat, dass sein Gegenüber böses im Sinn hat, lehne er ab. "Meine Zeit ist begrenzt", sagt er.

Rund 70 Prozent seiner Buchungsanfragen kommen von Frauen. Heute übt der "Stress-Coach" seinen Beruf in Istanbul aus, zuvor wandte er die gleichen Techniken aber auch in den USA an, wo er einige Zeit auf seine Green-Card wartete.

In Zukunft will er andere Interessierte zum Stress-Coach ausbilden und Boxhandschuhe und Schoner an die jüngere Generation übergeben.