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Ostseetunnel auf Fehmarn: Jetzt beginnt nach 14 Jahren der Bau

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Von Euronews  mit dpa
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Erster Spatenstich auf Fehmarn
Erster Spatenstich auf Fehmarn   -   Copyright  -Screenshot- EBU/NDR

Ihm falle in Stein vom Herzen, sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Klaus Buchholz (FDP) beim Ersten Spatenstich und offiziellen Baubeginn des Osteetunnels auf Fehrmarn am Montag.

"Denn so ein Planfeststellungsverfahren durchzubekommen, vor dem Bundesverwaltungsgericht Baurecht zu bekommen für so ein riesiges Projekt, das schon seit Jahrzehnten läuft, da ist man echt erleichtert", so Buchholz.

In Dänemark wird bereits seit 2020 gebaut. In Deutschland gingen mehr als 12.000 Einwendungen gegen das umstrittene Milliardenprojekt ein, Umweltverbände und Fährunternehmen hatten dagegen geklagt.

Baubeginn nach 14 Jahren, Kosten mehr als 10 Milliarden Euro

14 Jahre nach dem Beschluss zum Bau des Tunnels haben nun die Bauarbeiten auf dem deutschen Festland begonnen. Buchholz nannte die Fehmarnbelt-Querung eine große Chance für Norddeutschland.

Das Projekt soll Deutschland und Dänemark mit einem 18 Kilometer langen Tunnel verbinden. Dänemarks Verkehrsminister Benny Engelbrecht betonte, dass das Projekt gut für die Umwelt sein. Und es trage dazu bei, dass Europa mit dem Projekt weiter zusammenwachse.

"Der Tunnel ist wichtig für Dänemark und für Deutschland und für ganz Europa, weil er Europa wirklich verbindet. Und er ist ein sehr guter Weg, um sicherzustellen, dass wir vom Flugzeug auf die Bahn umsteigen können."

Von Hamburg nach Kopenhagen in zweieinhalb Stunden

Der kombinierte Straßen- und Eisenbahntunnel soll voraussichtlich 2029 fertig sein. Dänemark trägt die Baukosten von geschätzt 7,1 Milliarden Euro für den Tunnel, Deutschland die Kosten für die Straßen- und Schienenanbindung von geschätzt 3,5 Milliarden Euro.

Rund zweieinhalb Stunden soll die Fahrzeit zwischen Hamburg und Kopenhagen künftig betragen - mindestens zwei Stunden weniger als jetzt. Der schleswig-holsteinische Verkehrsminister hofft außerdem auf zusätzliche Arbeitsplätze und mehr Touristen.

Für durch den Bau zerstörte Riffe sind Ausgleichsflächen geplant. Die Richter hatten den Planern auferlegt, bei den erst später im Trassenbereich entdeckten Riffen nachzubessern.

Unter anderem der Naturschutzbund Nabu wirft den Behörden vor, die Vorgaben für die 36 Hektar Riffflächen nicht zu erfüllen und geht weiter juristisch gegen die Fehmarnbeltquerung vor.