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Kreolisch sprechen, lesen und leben in Lissabon

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Von Francisco Marques
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Kreolisch sprechen, lesen und leben in Lissabon
Copyright  PATRICIA DE MELO MOREIRA / AFP

Unter allen Sprachen, die in Lissabon zu hören sind, unter allen Kulturen die man hier findet, wird eine immer populärer: Kreolisch.

Entstanden ist sie während der frühen Kolonisierung Afrikas durch die portugiesische Krone im 15.  Jahrhundert. Sie ist eine Sprache aus vielen Sprachen. Man hört sie in den Straßen, sogar Zeitungen kann man in kreolischer Sprache lesen. Denn die kreolisch sprechende Gemeinschaft gehört zu Lissabon, und so entstand die Idee, die Sprache tiefer zu integrieren, so die Herausgeberin von "A Mensagem". 

Lissabon, das sind wir alle, es gibt keinen Unterschied zwischen den Gemeinschaften.
Catarina Carvalho
Herausgeberin "A Mensagem"

Die kreolisch sprechende Gemeinschaft selbst meint, Lissabon, die Menschen würden ihnen mehr und mehr Wertschätzung entgegenbringen. Es ist gewachsen, diese Akzeptanz des kreolischen als Sprache. Früher hieß es, kreolisch sei ein Dialekt, aber es ist eine Sprache und eine Kultur, die  angenommen wird. 

Lissabon, wo das kreolische schon immer vorhanden war, erlebt eine Art Kreolisierung.
Karyna Gomes
Koordinatorin bei "A Mensagem"

Durch die Kolonialisierung wird kreolisch in vielen Teilen der Welt gesprochen, überall dort, wo es Sprachen mit portugiesischen oder spanischen Wurzeln gibt. Aber nirgendwo ist es eine offizielle Sprache, außer auf den Kapverden.

Es geht um Geschichte, Philosophie, ein Volk, Erinnerungen, Kultur und die Essenz verschiedener Völker.
Karyna Gomes
Koordinatorin bei "A Mensagem"

Auch in Lissabon gibt es mehr und mehr Menschen, die nicht nur kreolisch sprechen, sondern ihre von aus vielen Wurzeln entstandene Kultur leben. Und es wird als Bereicherung empfunden.