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Trotz Ukraine-Risiken: EZB weniger locker

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Von su mit dpa
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Obwohl der Ukraine-Krieg die Preise stärker steigen läßt und die Wirtschaftsleistung bremst, steuert die Europäische Zentralbank auf ein Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik zu. Sie folgt damit anderen großen Notenbanken wie der US-Fed und der Bank of England.

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Das Ende der seit Jahren ultralockeren Geldpolitik im Euroraum rückt näher. Obwohl der Ukraine-Krieg die Erholung der Wirtschaft belastet, steuert die Europäische Zentralbank (EZB) allmählich um. Bis die Zinsen wieder steigen, müssen sich Sparer allerdings noch gedulden.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde:

„Der Krieg Russland - Ukraine wird erhebliche Auswirkungen haben auf Wirtschaftstätigkeit und Inflation - durch höhere Energie- und Rohstoffpreise, die Störung des internationalen Handels und ein schwächeres Vertrauen. Wie stark die sind, hängt ab von der Entwicklung des Konflikts, den Auswirkungen der aktuellen Sanktionen und möglichen weiteren Maßnahmen".

MEHR INFLATION

Die EZB hat ihre Inflationsprognose im Währungsraum der 19 Länder für das laufende Jahr von 3,2 % auf 5,1 % revidiert, das höchste Niveau seit der Schaffung der einheitlichen europäischen Währung. Die Wachstumsprognosen fèr das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werden von 4,2 % auf 3,7 % im Jahr 2022 gesenkt.

Die EZB fährt ihre milliardenschweren Anleihekäufe dennoch früher zurück als geplant und stellt deren Ende im Sommer in Aussicht. «Es wäre nicht die richtige Antwort gewesen, eine unsichere Situation noch unsicherer zu machen», begründete Lagarde die Weichenstellungen der Notenbank. «Wir reden nicht über Beschleunigung, wir reden über Normalisierung.» Die EZB folgt damit anderen großen Notenbanken wie der US-Fed und der Bank of England, dieihre Geldpolitik bereits wieder gestrafft haben.

Die Aussagen beflügelten den Euro zunächst und trieben ihn bis auf 1,1121 Dollar. Aber nur kurzzeitig. Zuletzt fiel er wieder unter die Marke von 1,10 Dollar.

su mit dpa

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