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Proteste gegen Putin: Bislang 1.300 Menschen in Russland festgenommen

Eine Frau wird von Sicherheitskräften abgeführt
Eine Frau wird von Sicherheitskräften abgeführt Copyright AP Photo
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Von Euronews mit AFP, dpa
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In zahlreichen Städten Russlands haben die Menschen gegen den Krieg in der Ukraine protestiert, nachdem Präsident Putin die Teilmobilmachung verkündet hatte.

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In zahlreichen Städten in Russland - in Moskau, St. Petersburg und Jekatarinburg, aber auch in kleineren Städten - haben viele Menschen gegen den Krieg in der Ukraine protestiert, nachdem Präsident Wladimir Putin am Mittwochmorgen die Teilmobilmachung verkündet hatte.

So viele Menschen waren seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar nicht auf die Straßen gegangen. Laut dem Bürgerrechtsportal OVD-Info wurden landesweit in 38 Städten mindetens als 1.347 Demonstrierende festgenommen.

In Moskau gingen die Sicherheitskräfte teils sehr brutal gegen die Protestierenden vor. Eine Frau sagte auf die Frage eines Journalisten, ob sie Angst habe, dass sie hier sei, weil sie gegen das sei, was man eine spezielle Militäroperation nenne. "Wir hätten schon vorher Angst haben müssen, denn das Schlimmste ist schon passiert."

Alexander Zemlianichenko/AP Photo
Sicherheitskräfte drücken einen Demonstrierenden zu BodenAlexander Zemlianichenko/AP Photo

Eine andere Frau, die an den Protesten teilnahm, meinte, dass sie keine Angst hätten. "Es gibt Hass gegen dieses Regime, weil sie unsere Kinder in den Tod schicken. Mein Sohn ist 18 Jahre, ich will nicht, dass er stirbt. Ich will, dass er lebt."

Alexander Zemlianichenko/AP Photo
Demonstration in MoskauAlexander Zemlianichenko/AP Photo

Ein Student in St. Petersburg erklärte gegenüber AFP: "Alle haben Angst, Ich bin für den Frieden, und ich möchte nicht auf andere Menschen schießen müssen. Wenn es nicht gefährlich wäre, würden viel mehr Menschen zu den Protesten kommen."

Eine junge Frau sagte, sie habe Angst um sich selbst, aber vor allem um ihren 25-jährigen Bruder, der gerade seinen Wehrdienst leiste.

Die Behörden warnten vor einer Teilnahme an Demonstrationen - den Menschen drohen bis zu 15 Jahre Haft. Seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine vor knapp sieben Monaten geht die russische Staatsmacht unter anderem mit verschärften Gesetzen hart gegen Oppositionelle und Kriegsgegner vor.

Präsident Putin hatte angekündigt, dass insgesamt 300.000 Reservisten zum Kampf gegen die Ukraine eingezogen werden sollen.

Zunächst werden durch die Teilmobilmachung vor allem erfarenere Reservisten mobilisiert, aber die Entscheidung von Staatschef Putin ist mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten.

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