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Vom Stall in den Tank: Italienische Biobäuerin mit eigener Tankstelle

"Biogasproduzenten" am Arbeitsplatz
"Biogasproduzenten" am Arbeitsplatz Copyright Euronews
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Von Luca Palamara
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Ein italienischer Bauernhof betreibt jetzt auch einen Tankstelle - eine Biogasanlage liefert direkt in den Tank, direkt vom Erzeuger zum Verbraucher - und das deutlich günstiger.

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Ein Bio-Bauernhof in der Nähe von Piacenza in Norditalien. Hier werden 600 Kühe gehalten, sie liefern Milch und Fleisch. Tierhaltung steht nicht umsonst in der Kritik, wegen der hohen Methan- und Co2 Emissionen. Und gerade Rinder haben die schlechteste Ökobilanz. 

Die Besitzer dieses Familienbetriebs beschlossen, nachhaltiger zu werden und alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren ökologischen Fussabdruck zu verkleinern - und das gewinnbringend. Jetzt produzieren sie aus den Exkrementen ihrer Tiere zusätzlich noch Biogas und Treibstoff für Autos.

Wir streben eine echte Kreislaufwirtschaft an. Wir erzeugen Energie aus tierischen Exkrementen, Abfällen und landwirtschaftlichen Nebenprodukten.
Nicoletta Cella
Landwirtin und Tankstellenbesitzerin

Auf dem Bauernhof entstand eine Biogasanlage, die das extrem klimaschädliche Methan der Rinder aus ihren Ausscheidungen gewinnt. In den Tank kommt es in der eigenen Tankstelle, wo die Kunden ihren Treibstoff deutlich günstiger bekommen – für 1,39 Euro pro Kilo können sie hier ihre Autogastanks befüllen. Das entspricht in etwa der Hälfte oder in einigen Fällen sogar einem Drittel der aktuellen Preise in Italien. Transporte entfallen, produziert wird vor Ort – direkt vom Erzeuger zum Verbraucher.

Das wir als landwirtschaftliches Unternehmen mit diesem Kraftstoff den Verkehr nachhaltiger machen, das freut mich persönlich sehr.
Nicoletta Cella
Landwirtin und Tankstellenbesitzerin

Anfang Februar wurde die Tankstelle eröffnet, nur kurz vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine - und dem massiven Anstieg der Energie- und Kraftstoffkosten. Hier hat man einen nachhaltigen Weg gefunden, besser mit der Energiekrise umzugehen, und alle gewinnen: Der Hof, die Autofahrer – und die Umwelt.

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