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Ukraine beschädigt Autobrücken zur Krim

Ein Mig-29 fighter der ukrainischen Luftwaffe.
Ein Mig-29 fighter der ukrainischen Luftwaffe. Copyright LIBKOS/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit AP, dpa
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Mit dem Ziel die russischen Truppen von wichtigen Nachschubwegen abzuschneiden, hat die Ukraine zwei Brücken zur annektierten Halbinsel Krim beschossen und beschädigt.

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Mit dem Ziel die russischen Truppen von wichtigen Nachschubwegen abzuschneiden, hat die Ukraine zwei Brücken zur annektierten Halbinsel Krim beschossen und beschädigt. 

Die russischen Besatzungsbehörden des südukrainischen Gebiets Cherson meldeten Treffer und Beschädigungen der Autobrücken von Tschonhar und bei Henitschesk. Veröffentlichte Videoaufnahmen zeigen große Löcher im Asphalt.

Der Autoverkehr zur Halbinsel im Norden nur noch an zwei Verbindungswegen zum Festland möglich. In einem unüblichen Vorgehen reklamierten die ukrainischen Streitkräfte die Angriffe wenige Stunden später für sich. "Zwei wichtige Versorgungsrouten der russischen Besatzer" seien angegriffen worden, lautete die Meldung.

Die Tschonhar-Brücke ist eine wichtige Nachschubroute für die russische Armee, die seit mehr als 17 Monaten einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. Sie wurde in diesem Sommer bereits mehrfach von den Ukrainern im Zuge ihrer Gegenoffensive angegriffen. Kiew will alle von Russland besetzten Teile seines Staatsgebiets befreien - und dazu zählt auch die bereits 2014 völkerrechtswidrig von Moskau einverleibte Krim.

Westliche Hilfe ist weiterhin nötig

Am Tag der Luftwaffe - ein Berufsfeiertag für die Soldaten in der Ukraine - hat Präsident Selenskyj den Luftstreitkräften gratuliert. Er lobte ihre erfolgreiche Verteidigung gegen die russischen Angriffe, die derzeit unter anderem Getreideterminals zum Ziel hätten.

"Wir werden unser Bestes tun, um den ukrainischen Schutzschirm zu verstärken. Hier, am Himmel, können wir beweisen, dass der Terror verliert. Das können wir alle gemeinsam beweisen, alle Verbündete." 

Westliche Hilfe sei weiterhin nötig, betonte Selenskyj. "Wir brauchen hier einen vollständigen Schutz gegen den Terror, damit wir später nicht darüber nachdenken müssen, andere Nationen vor ihm zu schützen."

Selenskyj signiert französischen Marschflugkörper mit 250 km-Reichweite

Die Piloten hätten seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges mehr als 14.000 Kampfeinsätze geflogen, schrieb Selenskyj am Sonntag bei Telegram. Auf dazu geteilten Bildern und Videos ist zu sehen, wie der Präsident auf einem unbekannten Luftwaffenstützpunkt auf einen am Kampfflugzeug befestigten mutmaßlich französischen Marschflugkörper vom Typ Scalp/EG "Ruhm der Ukraine" schreibt und diesen signiert.

Die Bezeichnung des Raketentyps ist in den Farben der französischen Flagge auf den Marschflugkörper aufgedruckt, daneben ist zudem ein Eiffelturm zu erkennen. Nachdem der französische Präsident Emmanuel Macron die Lieferung der Waffen auf dem Nato-Gipfel in Vilnius im Juli angekündigt hatte, sehen ukrainische Medien nun die Lieferung dieser Marschflugkörper mit einer Reichweite von mehr als 250 Kilometern durch Frankreich als erwiesen an. 

Ukraine-Gipfel in Saudi-Arabien ohne Ergebnis

Ein großer Ukraine-Gipfel in Saudi-Arabien mit mehr als 30 Teilnehmer-Ländern wurde am Wochenende ohne eine abschließende Vereinbarung beendet. Kiew spricht aber von vielen wichtigen bilateralen Treffen und Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Besonders die Teilnahme Chinas, das bei einem Treffen in ähnlichem Format in Kopenhagen im Juni nicht vertreten war, werteten Diplomaten als Erfolg.

Kern der Friedensformel von Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj ist die Forderung nach einem Abzug russischer Truppen aus dem gesamten Staatsgebiet der Ukraine. Aber auch Gastgeber Saudi-Arabien soll einen Friedensplan in Umlauf gebracht haben. Russland hatte nicht teilgenommen.

Von Riad hieß es nach dem Ende des Treffens, die Teilnehmer hätten sich darauf geeinigt, internationale Beratungen fortzusetzen, um auf gemeinsamer Grundlage den Weg zum Frieden zu ebnen, wie die Staatsagentur SPA am Sonntagabend berichtete.

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