UN-Klimakonferenz: Deutschland verspricht große Summe für Klimahilfe

UN-Weltklimakonferenz hat begonnen
UN-Weltklimakonferenz hat begonnen Copyright Peter Dejong/AP Photo
Von Euronews
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Am ersten Tag ist auf der UN-Weltklimakonferenz ein großer Schritt in Sachen Klimahilfen gemacht worden. Deutschland spielte dabei eine besondere Rolle. Derweil wurden erste Wetter-Daten für das Jahr 2023 vorgestellt.

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Bei der Weltklimakonferenz in Dubai haben sich die teilnehmenden Staaten auf die Ausgestaltung eines Fonds zum Ausgleich von Klimaschäden geeinigt. Und erstmals floss auch Geld in den Fonds: Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate sagten überraschend jeweils 100 Millionen US-Dollar zu. Geld geben wollen auch die USA, Japan, Großbritannien sowie die EU.

Der Klima-Sondergesandte für Barbados erklärte, dass alle vom Klimawandel gefährdeten Länder "jetzt auch die am höchsten verschuldeten Länder der Welt" seien, denn sie müssten den Wiederaufbau ohne finanzielle Mittel bewältigen. "Die heutigen Zusagen dürfen also nicht als Zeichen dafür verstanden werden, wie groß dieser Fonds sein wird. Dieser Fonds muss 100 Milliarden Dollar pro Jahr umfassen, das werden wir nicht über Nacht erreichen. Das ist eine Menge Geld. Das ist mehr als die Hälfte aller Entwicklungshilfebudgets in der ganzen Welt."

Schulze: "Bahnbrechende Entscheidung für die Verwundbarsten"

In Dubai wurde auch ein vorläufiger Bericht der Weltwetterorganisation vorgestellt, wonach 2023 wohl das wärmste Jahr seit der Industrialisierung wird. Auch die Monate November und Dezember könnten daran praktisch nichts mehr ändern, hieß es. Der endgültige Bericht kommt 2024 heraus.

Der Geldtopf, in den nun Geld fließt, wurde im vergangenen Jahr auf der UN-Konferenz in Ägypten beschlossen. Aus ihm soll Hilfe kommen etwa nach Unwettern oder langen Dürren, die auf die Erderwärmung zurückzuführen sind. Einzahlen sollen der am Eröffnungstag der Konferenz beschlossenen Einigung zufolge alle Staaten - aber nur auf freiwilliger Basis. Auch eine konkrete Summe ist nicht festgelegt. Klimabedrohte Länder im globalen Süden wie Inselstaaten erwarten, dass vor allem reiche Industrieländer Geld geben. Manche hoffen auf insgesamt dreistellige Milliardensummen - und zwar jährlich.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD), die per Video nach Dubai zugeschaltet war, sprach von einer "bahnbrechenden Entscheidung für die Verwundbarsten" und rief andere Staaten auf, ebenfalls Zusagen zu machen. Durch das Vorpreschen stehen nun die weiteren rund 160 Staats- und Regierungschefs, die in den kommenden beiden Tagen auf der Klimakonferenz sprechen werden, unter Zugzwang.

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