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Gesünder essen, besser atmen: Der überraschende Vorteil von Heißluftfritteusen

De’Longhi Rapid Crisp Heißluftfritteuse mit 360°-Rundumsicht
De’Longhi Rapid Crisp Heißluftfritteuse mit 360-Grad-Ansicht Copyright  Copyright Business Wire 2020 / AP Photo.
Copyright Copyright Business Wire 2020 / AP Photo.
Von Liam Gilliver
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Beim Heißluftfrittieren von fettreichen Lebensmitteln wie Speck entstehen weniger flüchtige organische Verbindungen und Luftpartikel als beim Frittieren in Öl.

Ihre Heißluftfritteuse könnte der Umwelt helfen, selbst wenn Sie fettiges Essen lieben.

Die Mini-Geräte sind in den vergangenen Jahren zum Hit geworden und stehen inzwischen in vielen europäischen Küchen. Heißluftfritteusen verbrauchen oft weniger Strom als herkömmliche Öfen. Das hilft, die Energiekosten zu drücken.

Neue Forschung deutet nun darauf hin, dass Heißluftfritteusen auch die Raumluft verbessern, unter einer wichtigen Bedingung.

Heißluftfritteusen setzen weniger flüchtige organische Verbindungen frei

Forschende der Universität Birmingham nutzten speziell gebaute Messkammern, um flüchtige organische Verbindungen (VOCs) und andere Partikel zu messen, die beim Kochen in die Luft gelangen. VOCs sind kohlenstoffbasierte Chemikalien, die etwa aus Farbe, Reinigungsmitteln und Baumaterialien stammen und sich in Innenräumen oft stärker anreichern.

Für die Versuche kam eine handelsübliche Heißluftfritteuse mit einem Fassungsvermögen von 4,7 Litern zum Einsatz. Zubereitet wurden Portionen mit gefrorenen, frischen fettarmen und frischen fettreichen Lebensmitteln, um die Emissionen zu vergleichen.

Die im Journal der American Chemical Society ES&T Air veröffentlichte Studie gehört zu den ersten Arbeiten, die das Spektrum der Schadstoffe aus diesen Mini-Maschinen untersuchen.

Gefrorene Zwiebelringe sowie geräucherter und ungeräucherter Speck verursachten die höchsten kochbedingten Emissionen. Grund dürfte ihr hoher Fettanteil sein.

In einer klassischen Fritteuse entstehen dagegen zehn bis hundertmal mehr VOCs, wenn man fettreiche Speisen zubereitet.

„Diese Studie bestätigt erneut, dass das Kochen mit Heißluftfritteusen die Raumluftqualität verbessern kann“, sagt Studienleiter Professor Christian Pfrang.

„Unsere vorherige Untersuchung befasste sich nur mit einer Lebensmittelart (mageres Hähnchen). Jetzt wollten wir eine größere Bandbreite testen, darunter auch besonders fettreiche Produkte, und zwar speziell in der Heißluftfritteuse.“

Warum Sie Ihre Heißluftfritteuse immer reinigen sollten

Speisereste in der Heißluftfritteuse können die Menge schädlicher Partikel erhöhen. Das Gerät sollte deshalb sauber gehalten werden.

Trotz Reinigung stellten die Forschenden fest: Bei einem Leerlauftest zur Erfassung von Restemissionen setzte die Heißluftfritteuse wieder VOCs und ultrafeine Partikel frei.

Ein Gerät, das mehr als 70-mal benutzt worden war, stieß 23 Prozent mehr kochbedingte VOCs aus und mehr als doppelt so viele ultrafeine Partikel wie neue Modelle.

Das führen sie auf Ablagerungen wie Fett zurück, die in der Heißluftfritteuse schwer zugänglich sind und sich nicht vollständig entfernen lassen.

„Wenn sich nicht alle Kochflächen reinigen lassen, hebt häufige Nutzung einige Luftqualitätsvorteile wieder auf“, ergänzt Pfrang.

„Die Emissionen sind zwar nicht in einem Bereich, der Familien beunruhigen muss, aber das Ergebnis spricht für ein Design, das eine gründliche Reinigung erlaubt, damit die Emissionen langfristig niedrig bleiben.“

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